fremd

Fremd in der eigenen Familie

In einer kleinen Stadt in der Mitte Deutschlands steht das Haus meinen Eltern. In einer Straße mit einem Park, in dem wir Kinder früher ab und zu gespielt haben. Etwa 20 Jahre lang habe ich in diesem unscheinbaren Haus gewohnt, bei dem nach außen hin alles so wohlgeordnet, familiär und friedlich ausschaut(e).

Es war mein Zuhause und doch habe ich es nie als solches empfunden. Meine Eltern? Habe ich nie als meine „richtigen“ Eltern empfunden. Lange Zeit dachte ich, dass ich adoptiert wurde. Als Kind konnte ich mir damals auch nicht erklären, was genau fehlte oder warum das so ist, aber:

Ich habe mich in meiner eigenen Familie fremd gefühlt

Eigentlich hätte es mich garnicht geben sollen. Ich war ein Unfall meiner Eltern. Das habe ich auch öfters von meiner Mutter zu hören bekommen: „Du warst gar nicht geplant, aber wir haben Dich trotzdem lieb!“. Sie hat das sicher nicht böse gemeint, aber in mir ratterten die Gedanken … Ich hätte nicht da sein und in diese Familie geboren werden sollen – ich bin hier falsch … fehl am Platze …

Unweigerlich habe ich dieses Bild vor Augen, wie wenn man zum Geburtstag eine Puppe bekommt, obwohl man sich diesen flauschigen Teddy gewünscht hat. Um des Friedens Willen nimmt man die Puppe an, tut so, als wenn man sich freut und setzt sie zu den anderen Puppen … aber eigentlich mag man sie nicht :/

Nun, ich kann nicht sagen, dass ich nur in die Ecke gestellt wurde. Ich hatte genug zu essen, mir fehlte es nicht an Spielsachen oder anderen materiellen Dingen und meine Eltern sind auch jeden Sommer mit meinen Geschwistern und mir in den Urlaub gefahren.

Ich hatte alles. Außer dem Gefühl von Geborgenheit und Liebe.

Das ist bis heute so. Mir zieht sich regelrecht der Magen zusammen wenn es heißt, ich muss zu meinen Eltern fahren. Ja, es ist eher ein „muss“ als ein „wollen“ … ich mache es, um des lieben Friedens Willen, weil es erwartet wird. Und wenn ich dann da bin, frag ich mich, warum ich eigentlich dort bin …

Wir reden nicht, wir tauschen oberflächlich Informationen aus. Wie es mit meinem Behördenkram hinsichtlich der beruflichen Reha läuft ist unser Hauptthema  … das war dann aber auch schon alles. Und dann höre ich nur noch zu: Was sie über ihren Job zu erzählen haben, was der Nachbarschaftsklatsch so macht und dass die Tochter des Bekannten ihres Zahnarztes Tomaten züchtet. Hey, cool … ach nee, doch nicht!

Der Spalt zwischen meinen Eltern und mir wurde noch größer, als ich Ihnen sagte, dass ich psychisch krank bin. Sie können damit nicht umgehen, dass die Depressionen ein Teil von mir sind. Sie können es nicht verstehen, was ich mir zwar wünsche doch nicht erwarte. Und so fragen sie zwar, wie es mir geht doch hören mir nicht zu. Und ich frag mich, warum?

Sie hatten einen anderen Plan für mich, dem ich wiederum nicht entsprach. Ich bin nicht in ihre BWLer-Fußstapfen gestiegen, trage zu viel Schwarz und die 2 Piercings sind ihnen zu viel. Ich entspreche nicht dem Mädchen einer kleinbürgerlichen Familie.

Und dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher, als von meinen Eltern so akzeptiert zu werden, wie ich nun mal bin. Ich wünsche mir, dass sie mir das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben. Ich wünsche mir, dass ich mich mit ihnen verbunden und nicht fremd fühle. Ich wünsche mir, dass sie mich lieben.

Meine Seelen-Mama

Bis vor ein paar Jahren gabs in meinem „Heimatort“ noch einen für mich immens wichtigen Lichtblick. Meine Oma!

Sie war für mich meine emotionale Mama. Sie war für mich da, bei ihr konnte ich so sein wie ich bin. Ich wurde nicht dafür getadelt, wenn ich mal zu laut lachte. Und wenn ich weinen musste, hat sie mich getröstet und nicht als kleines Sensibelchen beschimpft. Sie hat mir in ihrer Wohnung Walzer beigebracht und hatte immer Schoko-Bons parat, selbst als ich schon 25 Jahre alt war.

Meine Oma war mein Sonnenschein! Ihr fühlte ich mich nahe, mit ihr verbunden, bei ihr geborgen.

Seit ihrem Tod ist dieser kleine Ort für mich noch mehr ein kalter, fremder, trostloser Ort, in dem meine Kindheit begraben liegt. Begraben unter lautem Streit, Alkohol und Gewalt.

Mit dem Tod meiner Oma ist der Großteil dessen gestorben, was Familie für mich bedeutet …

@Oma: Ich vermisse Dich!

 

P.S.: Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade „Ich war fremd“, zu welcher der Landlebenblog eingeladen hat.

Bildquelle: pixabay

 

 

 

Kommentare (17) Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Nora, was du dort schreibst kenn ich sehr wohl. Auch ich bin der Situation. Ich habe begonnen mit abzugrenzen. Es tut gut und ich dachte es wird akzeptiert. Nein wird es nicht. Nun geht es weiter über meinen Sohn.
    Meine Entscheidung mag jetzt verdammt hart klingen. Ich werde mich noch extremer Abgrenzen zum Schutz vor meinen Sohn. Sie akzeptieren nicht mein Leben, ich kann akzeptieren das sie mich nicht verstehen und damit ist gut. Auch ich habe eine Seelenmama… eine sehr liebe Freundin…

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  2. Liebe Nora!

    Du beschreibst eine Situation, die ich sehr gut kenne. Es ist schade, das solche Dinge passieren. Gleichzeitig ist es gut zu wissen, das ich nicht alleine so fühle. Ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit kenne ich auch nicht. Und das tut weh.
    Vielen Dank, das Du so offen mit Deiner Geschichte umgehst.
    Liebe Grüße, Meike

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  3. Liebe Nora,

    nach langer Zeit von mir auch mal ein paar Worte. Als ich Deinen Text las, war ich sehr erstaunt weil ich mich immer für komisch halte. Warum tue ich das? Ich habe in mir eine Sehnsucht die bisher noch nie gestillt wurde. Die Sehnsucht nach Liebe und geborgenheit.
    Als ich geboren wurde, soll ich nicht geplant gewesen sein, aber dann wünschten sie sich ein Mädchen. Einen Jungen hatten sie schon. Dann kam dieses Mädchen auch aus die Welt.
    Nur ein Mädchen was sie so nicht wollten. Sie wollten ein kleines ruhiges mädchen. Aber nicht so eines wie ich war. Mich musste man mit Fäustlingen ans bett binden als ich zwei Jahre alt war, weil ich angeblich die Windeln stets gerissen habe. Man kann sich vorstellen wie meine Kindheit verlief, denn alle hassten mich und man sperrte mich möglichst viel weg um mich nicht sehen zu müssen. Wenn man mich sah, war ich der Boxsack der Familie. Ich selber erinnere nichts mehr, das sind Inhalte aus einem bericht von früher. Ich kam in eine neue Familie mit 11. Hoffte da auf das zu treffen was mir fehlte. Ich tat alles, wirklich alles was sie wollten. Jedoch der satz wir haben dich lieb entsprach nicht der wahrheit. Fr wurde gesagt um mich ruhig zu halten. Auch von mir hatte man Vorstellungen wie ich zu sein habe. Nur einen fehler begann ich, ich konnte keine Beziehung ein gehen. Es ging nicht, habe es probiert. Da war jede hoffnung in mich zerbrochen, versprechen wurden abgesagt und man entfernte sich von mir mit dem satz du wirst ja zurrecht kommen. Einen totalen bruch gab es, weil ich nicht zurrecht kam und psychologische Hilfe brauchte. Die Vorzeigetochter die doch keine ist. Heute besteht garkein kontakt mehr. Nur eines ist geblieben, da nicht gestillt. Sehnsucht nach Liebe und geborgenheit.
    Ich drücke Dich, auch wenn ich nur ab und an schreibe, lese ich alles von Dir Myriam

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  4. Liebe Nora,
    ich finde dich unheimlich mutig, so offen wie du hier deine Gedanken und Gefühle beschreibst. Du hilfst damit ganz vielen Menschen. Danke dafür!
    Alles Liebe,
    Martje

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  5. Hey Nora,

    ich erkenne mich in deinen geschriebenen Worten wieder.
    Warum schaffen es Eltern nicht ihren Erwachsenen Kindern etwas Halt, Liebe und Geborgenheit zu geben? Hört das mit dem Alter auf? Denken die, dass man sowas irgendwann einfach nicht mehr braucht?
    Es tut mir sehr leid für dich, dass deine liebe Omi gestorben ist.
    Ich für meinen Teil habe mich mittlerweile von diesem Zwang frei gemacht dort hinfahren zu müssen, nur um des lieben Frieden willens. Es gibt seit dem keine Kontakte mehr, was zwar auch wehtut, aber nicht so sehr, wie sich jedes Mal diese Packung abzuholen. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für dich? Abgrenzung und Abstand sind manchmal die besten Möglichkeiten um wieder mehr bei sich selbst zu landen.
    Liebe Grüße und viel Kraft schickt dir Kim
    Ps.: Tolle Seite, ich werde gern weiterhin mal reinschauen. #BloggerKommentierTag

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    • Hi Kim,

      ja, manche Eltern glauben wohl wirklich, dass ihr erwachsenes Kind keine Liebe, keinen Halt mehr braucht. Glücklicherweise sind meine Schwiegereltern da total anders – wenn ich sehe, wie sie mit ihren beiden erwachsenen Kindern umgehen, könnte ich glatt neidisch werden :/

      Die Sache mit dem Kontaktabbruch … ich habe vor allem letztes Jahr sehr oft drüber nachgedacht und jetzt ab und zu … ich denke oft, dass es für mich das beste wäre, aber ich fühle mich nohc zu oft für die Gefühle meiner Eltern, vor allem Mutter verantwortlich. Meine ältere Schwester hat bereits den Kontakt abgebrochen und meine Mutter war ziemlich depressiv (meine eigene Vermutung, weil beim Psychologen war sie nie). Wenn ich jetzt auch den Kontakt kappe, rutscht sie wieder ab und ich bin dann schuld. Vielleicht auch nicht, aber ich fühle mich jetzt schon so. Insofern versuche ich mit meiner Therapeutin einen Weg zu finden, mit meinen Eltern und meinen Gefühlen irgendwie zurecht zukommen. Vielleicht finde ich sogar einen …

      Hast Du „nur“ zu Deinen Eltern den Kontakt abgebrochen oder auch zu Verwandten, Geschwistern, Großeltern? Stelle mir das auf Familienfeiern ziemlich kompliziert vor!?

      Liebe Grüße,
      Nora

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      • Hm ja, jeder Fall ist natürlich anders.
        Meine Schwester und ich haben sowieso schon sehr wenig Kontakt (ca. 1-2 Mal im Jahr). Einen Partner an meiner Seite habe ich nicht. Meine Tante und meine Großeltern melden sich von selbst eigentlich eher nicht. Sie erwarten, dass ich das tue, diesen Druck mache ich mir nicht mehr. In den letzten 2 Jahren gab es tatsächlich eine einzige familiäre Veranstaltung zu der ich meine Mutter wiedergesehen habe. Und auch da: komplette Show und komplettes Desinteresse an meiner Person. In der Familie bin ich das schwarze Schaf, weil ich den Kontakt abgebrochen habe. Sie ist komplett „unschuldig“. Es ist alles nicht sehr einfach. Mir geht es aber wie gesagt sehr viel besser ohne den Kontakt zu meiner Mutter. (einen Vater gibts auch nicht).
        Mir tut es manchmal weh bei meinen Freunden zu sehen, wie liebevolle Eltern die haben. Einfach nur so Kleinigkeiten wie: hier hast du mal nen 10 Euro Schein, oder jemanden bei blöden Fragen mit der Versicherung fragen können oder einfach nur jemanden, der mich mal in den Arm nimmt wenn ich traurig bin, oder mir mal ein Kehrpaket schickt. Das sind so kleine Aufmerksamkeiten die ich mir wünsche. Auch noch mit 28 Jahren. Der Unterschied ist: meine Mutter war zu alldem noch nie in der Lage, auch nicht als ich 16 war. Insofern ist es alles wohl zu viel verlangt.

        Für mich ist es dann umso wichtiger einen stabilen festen Freundeskreis zu haben. Für meine engsten Freunde lasse ich alles stehen und liegen. Und ich bin immer besonders verletzt, wenn das Interesse irgendwie nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Nehmen und Geben! Und Telefone funktionieren in beide Richtungen. Aus diesen Gründen hab ich sogar den Kontakt zu meiner besten Freundin verloren, die sich ebenso wie meine Mutter nur für sich selbst interessiert.
        Ansonsten bin ich natürlich auch wie jeder Mensch…ich lenke mich viel ab und versuche zu verdrängen, wenn es weh tut. Aber irgendwann holt es dich wieder ein, deshalb ist es wichtig sich selbst zu spüren, die Balance zu halten und den Kloß im Hals nicht immer nur runterzuschlucken, sondern es auch mal in Form von Tränen herauszulassen.

        Ich wünsche dir, dass du für dich die beste Entscheidung triffst. Ein Kontaktabbruch ist niemals eine Strafe für die betroffene Person, sondern eine Konsequenz, die man für sein eigenes inneres Wohlbefinden trifft. Es geht dabei nicht um Schuld. Vielleicht musst du das erst für dich selbst verstehen, bevor du eine Entscheidung treffen kannst oder formulieren kannst, was du von ihr brauchst.
        In der Zeit in der der Kontaktabbruch zu meiner Mutter passierte, hatte ich auch noch eine Psychotherapie. Diese war dann ein halbes Jahr später beendet und ich habe jetzt ( ca. 1 Jahr später) immer noch keinen Kontakt und merke langsam, wie ich mich entspanne. Das ganze ist und war notwendig um mich abzunabeln, abzugrenzen und gleichzeitig für mein eigenes inneres Wohlbefinden. Ich bin erwachsen geworden in dieser Zeit. Schade nur, dass das niemand sieht und wertschätzt und lobt.

        In diesem Sinne schicke ich dir weiterhin viel Kraft.
        Liebe Grüße
        Kim

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        • Ach Kim, ich kann Dich da so gut nachvollziehen – mir krampft auch das Herz, wenn ich sehe, wie liebevoll meine Schwiegereltern mit ihren Kindern umgehen. Und oft auch mit mir. Da ist jemand, der sich ehrlich für mich interessiert, mit mir was unternehmen möchte und die Dinge an mir schätzen.

          Und natürlich sind Anerkennung, Liebe, Lob und Wärme noch so Dinge, die wir auch mit unseren ca. 30 Jahren noch benötigen. Kennst Du das Modell vom inneren Kind? Ein Anteil in uns ist „stehen geblieben“, hat als Kind nicht das bekommen was es brauchte – das kommt als Erwachsener oft noch durch. Und dann sitzt man da in seinem Stübchen mit dem unendlichen Bedürfnis nach mütterlicher (elterlicher) Liebe und Geborgenheit. Das ist ne verdammte Sch… Ich bin selbst noch auf der Suche, wie ich mir da meine Bedürfnisse selbst stillen könnte …

          Musstest oder wolltest du mit der Therapie aufhören? Oder bist Du derzeit wieder auf der Suche nach jmd.?

          Ja, es ist unendlich schade und traurig, dass niemand Deine, ich sage mal, Fortschritte und Erwachsenwerden sieht. Ich finde es aber super, dass Du es selbst siehst! Das ist viel wichtiger, als wenn es die anderen sähen. Dennoch kann ich dieses Weh-Gefühl nachempfinden :/

          Ich wünsche Dir alles Gute,
          liebe Grüße,
          Nora

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  6. Klingt nicht schön, wie es bei dir in der Familie gelaufen ist. Siehst du diesbezüglich noch Perspektiven? Oder hast du da schon einen Schlussstrich gezogen?

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    • Es läuft immer noch … das ist für mich das schlimme :/ … Ich stehe öfters davor, den Kontakt total abzubrechen und nen Schlussstrich zu ziehen – was aber nicht geht! Naja, längere Geschichte …

      Ich habe keine Ahnung wie es weitergehen kann, so dass es ihnen und mir gut geht … derzeit spiele ich noch zu oft die Tochter, die ich gar nicht bin :/

      Wie ist es bei Dir und Deinen Eltern? Also, falls Du darüber reden möchtest und kannst!?

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      • Den Kontakt zur Familie abzubrechen, ist ein gewaltiges Problem. Abgesehen von den individuellen Thematiken, hängt man in der Regel auch genetisch und letzten Endes rechtlich aneinander. Aber manchmal ist es der einzige Weg. Ich hoffe, du wirst auf Dauer einen Weg für dich finden, mit deiner Familie umzugehen, ohne dass es dir Leid verursacht.

        Das Verhältnis zu meinen Eltern ist gemischt und es gibt einiges im Untergrund, das bis heute nicht geklärt wurde und mich beschäftigt. Aber ich bin froh, sie zu haben und sie unterstützen mich, so weit es ihnen möglich ist. Die Problematik bezüglich Kontaktabbruch kenne ich deshalb auf meine Eltern bezogen nicht, aber hinsichtlich eines anderen Familienmitglieds. Und das ist leider auch in der Praxis nicht umsetzbar.

        Partner werden zu Ex Partnern, Freunde werden zu Bekannten… Aber das Wort Familie bleibt für immer. Egal, wie du zu ihr stehst.

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        • Hm, Du sagst es eigentlich – Das Wort Familie bleibt. Das ist das schlimme – es ist für mich nur noch ein Wort, zumindest was meine Familie angeht. Bei meiner Schwiegerfamilie fühl ich mich wesentlich wohler!

          Ich finde es toll, dass Dich Deine unterstützt und Du auch sagen kannst, dass Du froh bist, sie zu haben! Vllt. könnt ihr das, was im Untergrund mal irgendwann klären? Oder ihr kommt damit klar, dass da was ist und grübelt nicht vor Euch hin!?

          Danke – ich hoffe auch, dass ich irgendeinen Weg mal finden werde. Hierbei wird mir hoffentlich auch die Therapie helfen!

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      • hallo

        ich würde sagen dir geht es mit deiner familie so wie mir mit meiner….ich würde dir gerne meine story erzählen, sprenge dann aber sicherlich die verfügung der buchstaben hier 😉

        dein blog ist mega, ich speichere den jetzt erstmal unter meinen favoriten damit ich auch garnichts mehr von dir verpasse.

        herzliche grüße,

        heike

        p.s blogidee für dich…..ein interview mit einer betroffenen…..ich würde mich da gerne zur verfügung stellen 😉

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        • Hallo Heike,

          schön, dass Du hierher gefunden hast, wobei mir der Umstand, dass Du auch so eine Familie hast, leid tut!

          Was die Buchstabenanzahl hier angeht – ich hab keine Ahnung! Wenn Du möchtest, kannst Du es gerne ausprobieren ;)! Und wegen dem Interview, schreib mir doch einfach mal ne Mail über kontakt@nora-fieling.de und dann sprechen wir mal drüber!

          Beste Grüße,
          Nora

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  7. Hi Nora,
    vieles von dem was du schreibst, kommt mir auch so bekannt vor! Ich habe mich in meiner Familie während meiner Kindheit und Jugend fremd gefühlt. Als ein Teil, welches nicht akzeptiert wird und bestenfalls ein Anhängsel ist. Bis heute tut mir dieser Umstand in der Seele weh. Mein inneres Kind wünschst sich nichts sehnlicher als von meinen Eltern angenommen zu werden. Es möchte beachtet werden, Zuneigung und Trost erfahren. Alles Dinge, die es nicht mehr erhalten wird. Trotzdem hält es beharrlich daran fest. Hast du eine Lösung, wie man diese Sehnsucht auf andere Weise erfüllen kann? Ich bin noch sehr ratlos!

    Annie

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    • Hey Annie,

      ich kenne den Zwiespalt, wie Du ihn nochmal treffend beschreibst: Das innere Kind hat Wünsche (Grundbedürfnisse?!) und Du als Erwachsene weißt, dass wird es nie bekommen, und trotzdem quengelt es … Leider habe ich keine Lösung. Ich muss dazu sagen, dass ich erst Anfang des Jahres von meinem inneren Kind erfahren habe und das alles noch ziemlich fremd für mich ist. Ich habe zwar verstanden, woher diverse Wünsche kommen, kann aber noch nicht damit umgehen!

      Mein Psychiater meinte mal, ich solle das machen, was das innere Kind möchte – selbst wenn das bedeutet im Winter abends um 10 ein Eis zu essen. Ich weiß teilweise, was mein inneres Kind mag, weiß aber nicht, wie ich mit dessen Gefühlen umgehen kann/soll/muss/möchte … und da hilft auch kein Eis :/

      Bei mir „muss“ es wohl auch noch ein bisschen warten, da in der Therapie gerade, ich sage mal, dringendere Dinge im Vordergrund stehen. – Es muss ziemlich kalt wirken, aber ich schaffe es derzeit noch recht gut, dass innere Kind zu ignorieren. Eigentlich zu vernachlässigen … ich mache das, was meine Eltern mit mir gemacht haben … Ich höre jetzt besser hier auf, ehe ich noch weitere zermürbende Erkenntnisse bekomme :/

      Aber ich wünsche Dir, dass Du bald Antworten darauf finden wirst! Vllt. kannst Du das in der Therapie thematisieren? Naja, machst Du wahrscheinlich schon, oder?

      Bis bald,
      Nora

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