Über mich

Hi, ich bin Nora, 31 Jahre jung und krank. Vielleicht auch „einfach nur“ anders.

Nicht allein und doch allein

Als Kind habe ich depressive Züge entwickelt, welche sich in Ängstlichkeit, Unsicherheit, starker Traurigkeit, Hochsensibilität, Gedanken über den Sinn des Lebens und dem Tod als auch selbstverletzendem Verhalten äußerte. Das alles hat niemand gemerkt und ich selbst hab mich damals natürlich auch nicht verstanden. Zudem habe ich bei meiner Familie oder Freunden solche Eigenarten nicht gesehen, also verankerte sich in mir der Eindruck, ich bin unnormal und anders.

Als ich etwa 18 Jahre alt war, ist meine Hausärztin auf mein selbstverletzendes Verhalten aufmerksam geworden und hat mich zur Psychiaterin überwiesen. Kurz darauf begann meine erste Verhaltenstherapie beim Psychotherapeuten. Diagnose: Depression und Borderline Persönlichkeitsstörung Typ emotional-instabil.

Das war schwer anzunehmen und befreiend zugleich – ich bin nicht einfach nur anders, ich bin krank. Und vor allem bin ich nicht die einzige, die so ist. In dem Zeitraum wurde zudem das Internet zugänglicher und ich fand darüber andere Betroffene. Ich war endlich nicht mehr der einzige Mensch auf der Welt, der todtraurig war und nicht genau wusste, warum eigentlich. In meiner Heimatstadt war ich für mich dennoch allein, da ich mit kaum einer Freundin darüber sprechen konnte. Mit meiner Familie schon gar nicht. Ich bin nicht allein und doch allein.

In den darauffolgenden Jahren bin ich aus beruflichen Gründen mehrmals umgezogen, bis ich mich vor einigen Jahren in einer größeren Stadt niederließ um ein Studium aufzunehmen. Aufgrund starker depressiver Episoden und Panikattacken musste ich dieses abbrechen. Anstelle dessen machte ich meine erste Erfahrung mit einer Psychiatrie. Zu meinen Diagnosen rezidivierender Depression und Borderline Persönlichkeitsstörung gesellte sich eine generalisierte Angststörung.

Yeah, da ist ein netter Psychiater mit Kapazitäten

Eine passende Psychotherapeutin hatte ich in meiner damaligen Berliner Zeit nicht gefunden, wobei ich auch zugeben muss, dass die Motivation bei all den Absagen schnell sank und ich die Suche recht bald aufgab. Dafür wurde mir ein sympathischer Psychiater empfohlen, der sogar noch neue Patienten aufnahm und bei dem ich auch heute noch bin.

Aufgrund seiner Empfehlung war ich in den letzten Jahren mehrmals für 8 Wochen in einer Tagesklinik, was mir in meiner Alltagsstruktur als auch in meinem Umgang mit mir selbst sehr geholfen hat. Dass bei meinem vorletzten Aufenthalt aus der Borderline Persönlichkeitsstörung eine kombinierte Persönlichkeitsstörung wurde – bestehend aus einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung und der Borderline Persönlichkeitsstörung, war jetzt nicht gerade sehr erfreulich. Mittlerweile sehe ich es so, dass mir nur bei einer „richtigen“ Diagnose weitergeholfen kann.

Und jetzt?

Das Annehmen meiner gesamten Diagnosen, meiner Gefühle und Gedanken, meines ganzen Ich-seins, habe ich bis jetzt noch nicht wirklich hinbekommen. Es gibt genug Tage, wo ich gegen meine Gefühle und Gedanken ankämpfe, an denen ich so sein will wie alle anderen – gesund und normal. Aber nun ja, das gegen-mich-und-meine-Gefühle-kämpfen hat mich bis jetzt nicht weitergebracht. Mein Kopf weiß auch, dass ich lernen muss, mich so anzunehmen wie ich bin, damit ich mit mir und meiner Krankheit besser umgehen kann, da ich erst dann ein halbwegs normales Leben führen kann. Es ist ein neuer Kampf, diesmal jedoch in die richtige Richtung.

Derzeit läuft mein Antrag für eine berufliche Reha-Maßnahme und in ein paar Tagen kann ich eine ambulante Therapie anfangen. Mein Weg geht also weiter und mit ihm startet mein Blog. Was genau und aus welchem Grund ich auf dem Blog über mich schreibe, erfährst Du unter „Warum der Blog“!

Doch ich bin viel mehr als meine Diagnosen

Neben meinen ganzen Symptomen und Belastungen, gibt es auch schöne Dinge in meinem Leben. Ich bin seit fast 7 Jahren mit einem sehr verständnisvollen Partner zusammen, der mich trotz all meiner Macken liebt und unterstützt. Wir beide sind die Untermieter von 3 Frettchen, welche unsere Herzen und nach und nach unsere Wohnung erobert haben 😉 Vor den Frettchen hatten wir 3 Ratten. Tiere sind für mich ein sehr wichtiger Bestandteil geworden – sie unterstützen mich und helfen mir in meinem Alltag.

Das Schreiben auf meinem Blog entlastet mich und hilft mir, meine Gedanken und Gefühle zu reflektieren. Mein kleiner großer Traum ist es, ein Buch zu schreiben. An einem Buch über Borderline durfte ich bereits mitwirken, dies erscheint im August 2016. Zudem schreiben ein paar Leute aus meiner einen Selbsthilfegruppe und ich derzeit an einer Broschüre zu dem Thema, was Selbsthilfe für uns ist und bedeutet.

Seit einigen Monaten kann ich auch wieder lesen – ich mag Bücher von Betroffenen, die über ihren Umgang mit ihrer Krankheit schreiben, lese aber auch gerne mal „anti-Psycho-Bücher“. Ich mag z.B. die Bücher von Carlos-Ruiz Zafon, den „Steppenwolf“ von Hermann Hesse, „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder und besonders das Buch „Was Sachen mit uns machen“ von Roger-Pol Droit. Das Buch von Sonja Schiff „Was ich von alten Menschen über das Leben lernte“ ist auch zu einem meiner Herzensbücher geworden und ich freue mich, dass sie mir das Buch zusandte, um darüber eine Rezension zu schreiben, die Du hier findest. Ganz besonders mag ich auch Kurzgeschichten!

Ich fotografriere auch gerne und liebe es total, Geschenke einzupacken. Vor allem wenn sich Geburtstagskinder Geld wünschen, mag ich es total, mich nach kreativen Ideen umzuschauen, um es peppiger zu verpacken als nur in einem Briefumschlag.

Während meiner Schulzeit war ich sehr viele Jahre in der Musikschule und habe Querflöte spielen gelernt. Das habe ich seit einigen Jahren leider vernachlässigt, weil ich kein Interesse mehr daran hatte. Neben dieser besitze ich ein Keyboard und eine Gitarre – beides wollte ich mir selber beibringen, aber außer ein bisschen Klimperei ist leider noch nicht sehr viel daraus geworden. Achja, eine Maultrommel habe ich auch 😉 Musik ist für mich sehr wichtig, sie drückt auch für mich so oft das aus, wozu mir die Worte fehlen. Von Klassik bis Rock und Metall höre ich so ziemlich alles, jenachdem was meine Stimmung wünscht.

Früher habe ich gerne Theater gespielt. Nein, nicht so, wie man es jetzt noch oft machen muss, um ja nicht aufzufallen, sondern so richtig mit Bühne, Scheinwerfern und sogar Publikum. In ein anderes Leben eintauchen und vor allem mal Charakterzüge an den Tag legen, die man sonst nicht so zeigen „darf“, fand ich absolut befreiend. Ja, einmal „musste“ ich in meiner Rolle sogar mal jemanden richtig anschreien – würde ich so nie machen. Und es war total toll, kann ich Dir sagen! Eine Theatergruppe zu finden, steht also auch noch auf meiner Liste.

Es gibt so viel mehr als meine Diagnosen, die mich ausmachen. Nicht immer kann ich auf diese Ressourcen oder anderen Teile meines Ich´s zurückgreifen – ich versuche jedoch auch, diese nicht zu vergessen und mich wenigstens daran zu erinnern. Es gibt auch schöne Dinge in meinem Leben, auch wenn ich sie nicht immer sehe oder noch weniger spüre.

Doch mein Kopf weiß, dass sie da sind … und ich glaube daran, dass ich es irgendwann wieder einmal mehr fühlen kann … und das ist meine Hoffnung, nicht aufzugeben!

Edit 04.05.2016: Seit einem bzw. einem dreiviertel Jahr bin ich in Selbsthilfegruppen aktiv, zudem engagiere ich mich ehrenamtlich bei einem Betroffenenverein und berate andere Betroffene und Angehörige zum Thema Depression. Hinzu habe ich vor ca. einem Jahr eine ganz liebe Therapeutin gefunden, welche eine super Unterstützung für mich ist. Ich glaube daran, dass ich gemeinsam mit ihr es schaffen werde, mein Leben etwas mehr aufzuräumen.

Edit 16.03.2016: Die Diagnose ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung wurde zwischenzeitlich revidiert.

Kommentare (26) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo liebe Nora,
    dein Blog ist sehr „aufklärend“ für mich als Angehörige. Meine Mama macht grade zum zweiten Mal in ihrem Leben diese „Phase“ durch und ich weiß einfach nicht wie und ob ich ihr helfen kann. Ich versuche Sie jeden Tag zu ermuntern und aufzubauen, aber man kommt einfach nicht wirklich zu ihr durch. Immer wieder denke ich jetzt könnte es vielleicht aufwärts gehen und schwupps kommt wieder ein massives Tief. Jetzt ist sie in der Klinik, darüber bin ich froh, aber ich weiss einfach nicht was ich machen kann, um ihr die Zeit etwas zu erleichtern und die Angst zu nehmen. Es ist oft so schwer für mich diese „Negativ-Stimmung“ auszuhalten und die Nerven zu behalten – ich denke mir dann manchmal einfach „… jetzt reiss dich doch mal zusammen!“ – aber so einfach ist es ja leider nicht!
    Ich bin gerade zum ersten mal schwanger und würde mir eigentlich wünschen, dass Sie für mich da sein könnte.
    Liebe Grüße, Nadja

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  2. Moin Nora, boah danke.
    Ich bin 35 und ich fahre auch auf dieser Achterbahn,
    Das letzte mal mit ziemlich heftigem 12 Monatigem Klinik Aufenthalt.
    Nach mehreren Umzügen, hab ich mir jetzt das erste mal, gegen die Widerstände
    einiger Ärzte (Fehltritt-galore), meine Wahlheimat ausgeguckt und hab auch wieder
    nen Tagesklinik Platz – ich hab Ärztemüdigkeit – die Wartelisten sind ellenlang und die Vokabelhefte mit Telefonterminen und Anrufprotokollen füllen sich bei immer mehr Menschen.

    Du machst mir aber Mut dass es weitergeht,
    duftes Fräulein – danke

    J.H.

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  3. Liebe Nora. Ich finde es großartig, dass du dich öffnest und über deine psychichen “Probleme“ berichtest. Du hilfst damit sehr vielen Menschen mit ähnlichen Problemen.
    Ich fühlte mich sofort verstanden. Als ich deinen Block entdeckte. Bei mir begann es als ich 12 Jahre alt war. Mit Magersucht. Mit 20 Kamen schwere Depressionen und Borderline dazu. Ich verletze mich sehr stark, hungerte und hatte mehrere Suizidversuche. Ich war in mehreren Kliniken. Und oft auf der Geschlossenen.
    Am Ende hat mich mein Schäferhund Lonny gerettet. Heute geht es mir gut. Ich arbeite wieder und spüre mich wieder. Ganz geheilt bin ich nicht. Aber ich kann besser mit mir umgehen.
    Ganz liebe Grüße Clara

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  4. Hallo Nora. Ich bin gerade per Zufall auf deinen Blog gestoßen. Ich möchte dir für deine Offenheit danken. Mir kommen gerade schon wieder Tränen. Ich fühle mich oft so alleine mit meiner Erkrankung und nun zu lesen, dass es Jemandem fast genauso geht wie mir, hat mein Herz berührt und mir etwas der Einsamkeit genommen. Ich bin seit über 12 Jahren mit einem wundervollen Mann gesegnet, der treu und liebevoll an meiner Seite ist. Ich frage mich täglich, warum er dies freiwillig aushält, bin aber natürlich auch sehr dankbar, dass er da ist. Aber das zu lesen, was in mir vorgeht, von jemand Anderem geschrieben, hat mir gerade sehr gut getan.
    Ich freue mich schon, weiter auf deinem Blog zu stöbern.

    Herzliche Grüße
    Vivi

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  5. Hallo Nora,

    ich bin, wie viele andere, zufällig auf deine Seite gestoßen. Sie gefällt mir gut, da ich viele beschriebenen Situationen u. Gefühle aus eigener Erfahrung kenne.

    Ich lese gerade, die Diagnose ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung wurde zwischenzeitlich revidiert.

    Ich hatte mich gefragt, wie es dir mit einer solchen Diagnose möglich ist, seid so langer Zeit eine Beziehung zu führen. Schließlich muss man ja zumindest so offen sein, auf einen anderen Menschen zuzugehen, um ihn erst einmal kennenzulernen.

    Viele Grüße
    Peter

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  6. Liebe Nora,

    ich bin vor ein paar Wochen auf Deinen Blog gestoßen und habe seitdem ganz viele von Deinen wirklich tollen Artikeln gelesen – insbesondere dein Artikel „11 Dinge, die Du über Depressionen wissen sollst“ hat mich sehr berührt.

    Ich selber habe das große Glück selber nicht an Depressionen oder Borderline zu leiden, und habe gelernt, dies als großes Geschenk zu schätzen. Meine Tochter (15) – ein ganz liebenswerter und toller Mensch – leidet an schweren Depressionen und ist seit ca. 1,5 Jahren in Behandlung (erst stationär, jetzt in einer therapeutischen Wohngruppe). Seit sie in Behandlung ist, begleite und unterstütze ich sie auf ihrem Weg. Ich hatte dabei das Glück ganz liebe Menschen (Betreuer und Therapeuten) kennenlernen zu dürfen, die nicht nur meine Tochter, sondern auch mir mit viel Engagement, Verständnis zur Seite stehen.

    Manchmal reicht die Empathie der Eltern einfach nicht aus, um ein Kind zu verstehen, das so anders sein kann als man selbst. Und obwohl Depressionen so individuell und unterschiedlich sind, helfen mir Deine Artikel dabei, den Lebensumständen denen sich meine Tochter stellen muss ein Stück näher zu kommen und die Welt ein kleines bißchen durch diese anderen Augen zu sehen und zu verstehen, was sie von mir braucht und wie ich sie unterstützen kann.

    Vielen Dank, dass Du diesen Mut und diese Kraft aufbringst. Ich glaube, das ist für viele Menschen eine große Hilfe. Ich wünsche Dir viel Kraft und alles gute für Deinen weiteren Weg.

    Antworten

    • Hallo Kevin. Danke, dass du für deine Tochter da bist. Das ist so wertvoll und hilfreich. Ich musste alleine durch alles durch und mir kamen eben die Tränen, als ich deinen Text gelesen haben.
      Ist wohl eine Kombi aus Schmerz der fehlenden Hilfe durch meine Eltern in meiner Kindheit und Jugend und unglaubliche Dankbarkeit, dass es da ein Mädchen gibt, dass einen helfenden Vater und damit mehr Chancen für ihr bevorstehendes Leben hat. Aus tiefstem Herzen Danke!

      Antworten

      • Lieber Kevin. Das ist toll, dass du für deine Tochter da bist. Väter sind so wichtig für ihre Kinder.
        Großen Respekt.
        Liebe Grüße Clara

        Antworten

  7. Liebe Nora,
    es ist sehr schön, deinen Blog entdeckt zu haben und zu erkennen, dass ich nicht der Einzige bin, der sich mit solch gravierenden Lebensproblemen herumschlägt.
    Es freut mich, dass du – ähnlich wie ich – das Schreiben für dich entdeckt hast, und dass es dich ebenso entlastet!
    Schreiben über eine psychische Erkrankung ist immer schwierig. Denn nach meiner Erfahrung entziehen sich gerade Gefühle gerne einer passenden Schilderung – zumindest für Außenstehende. Aber mich hat das nicht entmutigt. Im gegenteil: es spornt mich an, nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen, um meine Erkrankung nachvollziehbar und verständlich zu machen.
    Bei dir scheint das ähnlich zu sein, und das finde ich großartig!
    Einen ganz lieben Gruß
    Eckhard

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  8. Hallo Nora,
    ich stehe jetzt kurz vor meinem 49 Geburtstag in 13 Tagen.
    Wen ich zurückschaue in meinem Leben, sehe ich nur einen andauernden Kampf. Ein Kampf nur um zu überleben.
    Selber bin ich letztes Jahr in die Psychatrie gekommen.
    Ach ich weiß jetzt auch nicht mehr was ich schreiben soll. Auf alle Fälle Danke das du diese Krankheit in die Öffentlichkeit bringst.

    Antworten

    • Lieber Olaf,

      vielen Dank für Deine Zeilen.

      Du schreibst „nur einen andauernden Kampf“ – Du weißt selbst, wie anstrengend das war. Es ist somit etwas großes, was Du geleistet hast, auch wenn Du dies vermutlich derzeit nicht so sehen kannst.

      Ich wünsche Dir, dass Du bald nicht mehr nur überlebst sondern lebst. Dafür ganz viel Kraft und Hoffnung!

      Alles Liebe,
      Nora

      Antworten

  9. Liebe Nora,
    ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt, aber er fesselt mich schon jetzt! Nicht zuletzt, weil ich viele Parallelen zu mir selbst entdecke. Ich bin ebenfalls 31 und bekam mit 18 fast die gleichen Diagnosen wie du. Mittlerweile geht es mir gut und ich fange gerade an, das Leben zu leben, das ich mir immer gewünscht habe.
    Ich find’s großartig, wie offen du hier schreibst und wünsche dir, dass du irgendwann dein Buch schreibst!

    Alles liebe,
    Friede

    Antworten

    • Liebe Friede,

      ganz vielen Dank für Deine Zeilen und wünsche – an einem Buch arbeite ich derzeit, wenn auch in anderer Form als damals mal gedacht. Aber dieses kommt vielleicht ein andernmal.

      Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Deinen Weg und alles Gute.

      Liebe Grüße,
      Nora

      Antworten

  10. Hallo Nora,
    ich sitze hier lese deinen Blog und bin am Weinen,weil es einfach alles wiederspiegelt. Ich dachte immer man versteht mich nicht und ich bin allein damit und so fühle ich mich auch. Meiner Tochter und meinen Freunden gegenüber trage ich schon sehr lange eine Maske,ich weiss nur nicht wie lange ich sie noch tragen kann bis ich wieder zusammen breche,aber auch dann werde ich alleine sein wie so oft. Ich bin 49Jahre,habe 2 Suicid Versuche hinter mir,meine Tochter ist 25 und lebt ihr eigenes Leben. Ich habe seit 4Jahren die Erwerbsminderungsrente und leide auch an der Borderline-Persönlichkeitsstörung und bin seit langem wieder in einer tiefen Depression, bin vor 2Jahren nach Gütersloh gezogen weil ich dachte hier wird es besser. Aber zu früh gefreut,war schon 2mal in der LWL Klinik, was mir nicht wirklich was gebracht hat, da hab ich auch meine Freundin kennen gelernt und seit dem es ihr wieder gut geht,hab ich das Gefühl, das sie von meinen Ängsten oder Gefühlen oder einfach was mich betrifft, nichts von wissen will.
    Ich hab ihr auch schon länger nichts mehr erzählt wobei sie aber auch nicht mal fragt wie es mir geht.
    Aber nun genug rum geheult,ich hoffe das ich dich nicht damit belaste.

    Liebe Grüsse

    Tina

    Antworten

    • Liebe Tina,

      tut mir sehr leid, all das von Dir zu lesen! Es ist eine sehr große Last und man meint doch, gerade von seinem PartnerIn, Familie und Freunden unterstützt zu werden. Ich möchte Dich gerne ermutigen, ein offenen Gespräch mit Deiner Freundin zu suchen. Es ist wahnsinnig schwer, doch kann es auch ein hilfreicher Schritt für Euch beide sein.

      Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Mut und auch Hoffnung!

      Alles Liebe, Nora

      Antworten

    • Also, es ist nur hier auf der Seite zu sehen, die jedoch für jeden öffentlich zugänglich ist!? Ich schreib Dir gleich nochmal per Mail 😉

      Antworten

  11. Liebe Nora, bin jetzt schon länger fleißiger Leser deiner Facebook Seite. Habe mir gerade deine Seite „Über mich“ durchgelesen. Ich bin zwischenzeitlich 53 Jahre und bin die längste Zeit meines Lebens auch mit Depressionen und generalisierter Angst unterwegs. Es tut mir gut, wenn ich deine Beiträge lesen. Es fühlt sich so an, dass man doch nicht ganz alleine ist. Und ich bewundere deine Arbeit die du tagtäglich leistet und andere dadurch unterstützt. Danke Nora und alles Liebe Lucia

    Antworten

    • Liebe Lucia (was für ein schöner Name!),

      vielen Dank für Deine Zeilen!

      Mir selbst hilft meine Seite auch sehr – eben dadurch, dass ich sehe, ich bin gar nicht so alleine, wie ich mich oftmals fühle!

      Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft, Mut und Hoffnung für Deinen weiteren Weg!

      Alles Liebe, Nora

      Antworten

  12. Liebe Nora,
    auch ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen. Kann mich mit sehr vielem aus deinem bisherigen Leben identifizieren.

    Persönlich durchlebe ich gerade eine sehr schwierige Phase, da ich arbeitslos bin und alleinstehend. Höre immer das wird schon wieder, etc…..aber oft verlässt mich echt die Hoffnung und der Mut weiterzumachen.

    Bin mit einer Zwillingsschwester aufgewachsen und daher kenne ich, seit ich denken kann, das ewige vergleichen. Und ich war auch von klein auf ANDERS.

    Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass ich eine Anstellung finden kann, die mir halbwegs Spaß macht. Bin 47, das kommt zum Paket noch hinzu.

    Werde Dir weiterhin folge , dein Blog ist sehr toll und habe das Gegühl, nicht alleine, SO anders zu sein.

    Alles alles Gute

    LG aus Österreich

    Antworten

    • Liebe Eli,

      vielen Dank für Deine Zeilen.

      Ja, mit einer Zwillingsschwester stelle ich mir so einen Vergleich noch schwieriger vor 🙁 Doch hoffe ich, dass Du weiter für Dich kämpfst und doch nie die Hoffnung und den Mut verlierst.

      Ich wünsche Dir alles Gute und ganz viel Kraft,
      liebe Grüße,
      Nora

      Antworten

  13. Hallo Nora, ich bin durch Zufall auf Deine Seite gekommen und was soll ich sagen, es ist als hätte man vieles selbst geschrieben bzw. erlebt. Was mich belastet ist die berufliche Situation ich möchte gerne eine berufliche Reha, weiß aber eigentlich nicht wer mir hilft! Es gibt bestimmt viele Vorschriften die man vorher durchlaufen muss und dass macht einem schon Angst. In meinem Kopf ist einfach alles durcheinander, alles kostet unheimlich viel Kraft. Ich bin Mutter von 5 Kindern und hab das Gefühl, nein ich kann nicht mehr. Es kommen immer mehr körperliche Symptome dazu, die ich so gut es geht überspiele. Ich funktioniere! Danke das man Dir schreiben darf, herzliche Grüße Maria

    Antworten

    • Hallo Maria,

      ja, ich kann mir vorstellen, dass das ganz schön anstrengend für Dich ist! Daher ist die Frage bezügl. der beruflichen Reha, wer Dir da zur Seite stehen könnte – kommst Du aus einer größeren Stadt? Beim VDK kann man sich in solchen Fragen beraten lassen und sofern ich weiß, unterstützen die dortigen Mitarbeiter einen auch direkt beim Ausfüllen des Antrages. Ich war dort jedoch nie, meine Aussage basiert nur auf Informationen von Mitgliedern meiner Selbsthilfegruppe.

      Sofern ich weiß, kannst Du Dich auch an den Sozialpsychiatrischen Dienst Deiner Stadt wenden, die Betroffenen und deren Angehörige unterstützen. Doch auch mit dieser Einrichtung habe ich keine persönliche Erfahrung.

      Den Reha-Antrag selbst holst Du Dir direkt bei der Deutschen Rentenversicherung ab und schickst den dort ausgefüllt wieder hin. Einen Teil füllst Du natürlich aus, einen anderen Teil Dein Psychiater. Dass sind jetzt erstmal die Sachen, die auf Dich zukommen würden. An was für Vorschriften hast Du noch so gedacht?

      Hast Du einen Psychiater oder einen Psychotherapeuten, mit dem Du das mal so besprechen kannst?

      Ganz viel Kraft schickt Dir,
      Nora

      Antworten

    • Hallo Maria, ich habe auch gerade eine Anfrage gestellt für Reha…. Zum Glück habe ich meinen Bruder, der bei der Rentenversicherung arbeitet… Aber ja, VDK oder Sozialverband helfen einem beim ausfüllen. Alleine hätte ich es auch nicht gepackt… ich wünsche dir die Kraft, das anzugehen und Erfolg!

      Antworten

      • Hallo Angelika,

        ich wünsche Dir als auch Maria, dass Eure Reha bewilligt wird und ihr die Hilfe und Unterstützung erfahrt, die ihr Euch wünscht!

        Alles Gute,
        Nora

        Antworten

  14. Liebe Nora,

    sehr mutig von dir über deine Krankheit in diesem Blog zu schreiben. Meinen Respekt!

    Ich hoffe, das du viele mit deinen Geschichten erreichst und anderen damit Mut machen kannst. Ich arbeite als psychologische Beraterin und Familiencoach und kenne die Diagnosen somit nur von aussen. In meinem beruflichen Alltag erlebe ich die Sorgen und Nöte von Betroffenen und die Unsicherheiten im Umgang damit.
    Ich freue mich, wenn ich solche Blogs lese. Das Betroffene – wie du – in die Offensive gehen und Anderen damit helfen können.

    Mit sonnigen Grüßen

    Jana

    Antworten

    • Vielen Dank, Jana!

      Ich weiß nicht, ob ich anderen mit meinen Geschichten und Erlebnissen helfe, aber vielleicht fühlt sich der andere (Leser) dann weniger einsam mit seinen Problemen, wenn er sich in meinem Geschreibsel wieder erkennt. Ich für meinen Teil hätte mir das zumindest damals, als wir noch kein Internet hatten, gewünscht!

      Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und auch Freude bei Deinem verantwortungsvollen Beruf!

      Beste Grüße,
      Nora

      Antworten

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