Über mich

Foto: Steffen Roth





… und es kam die Zeit,
in der die Depressionen und Panikattacken
in einen längeren, tiefen Schlaf verfielen
und mein ICH den Weg ins Leben fand …

Hi, ich bin Nora, Baujahr 1985. Viele Jahre war ich krank. Vielleicht auch „einfach nur“ anders.

Nicht allein und doch allein

Als Kind habe ich depressive Züge entwickelt, welche sich in Ängstlichkeit, Unsicherheit, starker Traurigkeit, Hochsensibilität, Gedanken über den Sinn des Lebens und dem Tod als auch selbstverletzendem Verhalten äußerte. Dies wurde nicht bemerkt bzw. nicht weiter ernst genommen und ich selbst hab mich damals natürlich auch nicht verstanden. Zudem habe ich bei meiner Familie oder Freund*innen solche Eigenarten nicht gesehen, weshalb sich schnell in mir der Eindruck verankerte, dass unnormal und anders bin.

Als ich etwa 18 Jahre alt war, ist meine Hausärztin auf mein selbstverletzendes Verhalten aufmerksam geworden und hat mich zur Psychiaterin überwiesen. Kurz darauf begann meine erste Verhaltenstherapie beim Psychotherapeuten. Diagnose: Depression und Borderline Persönlichkeitsstörung Typ emotional-instabil (wurde Jahre später eher revidiert).

Das war schwer anzunehmen und befreiend zugleich – ich bin nicht einfach nur anders, ich bin krank. Und vor allem bin ich nicht die einzige, die so ist. In dem Zeitraum wurde zudem das Internet zugänglicher und ich fand darüber andere Betroffene. Ich war endlich nicht mehr der einzige Mensch auf der Welt, der todtraurig war und nicht genau wusste, warum eigentlich. In meiner Heimatstadt war ich für mich dennoch allein, da ich mich nicht traute, mit anderen darüber zu sprechen. So war ich nicht allein und zugleich doch.

In den darauffolgenden Jahren bin ich aus beruflichen Gründen mehrmals umgezogen, bis ich mich 2008 in Berlin niederließ, um soziale Arbeit zu studieren. Aufgrund starker depressiver Episoden und Panikattacken musste ich dieses nach dem 4. Semester abbrechen. Anstelle dessen machte ich meine erste Erfahrung mit einer Psychiatrie. Es folgte die generalisierte Angststörung mit Panikattacken als weitere Diagnose.

Yeah, da ist ein netter Psychiater mit Kapazitäten

Therapeutische Unterstützung hatte ich zu der Zeit nicht, wobei ich zugeben muss, dass die Motivation bei all den Absagen schnell sank und ich die Suche recht bald aufgab. Dafür wurde mir ein sympathischer Psychiater empfohlen, der sogar noch neue Patient*innen aufnahm und bei dem ich auch heute noch bin.

Aufgrund seiner Empfehlung war ich in den letzten Jahren mehrmals für acht Wochen in einer Tagesklinik, was mir in meiner Alltagsstruktur als auch in meinem Umgang mit mir selbst sehr geholfen hat.

Als ich begann, mich selbst zu akzeptieren …

Das Annehmen meiner gesamten Diagnosen, meiner Gefühle und Gedanken, meines ganzen Ich-seins, hat so einige Jahre lang gedauert – in manchen Bereichen ist es noch in Arbeit. Die Entwicklung ist im Prozess. Vielleicht ein Leben lang.

Doch als ich begann, mich, meine Gedanken und alle meine Gefühle anzunehmen, zu respektieren und ihnen zuhörte – da begann ich, in mir zu genesen.

Alle Gefühle haben ihre Bedeutung, ihre Berechtigung und machen uns zu dem was wir sind: Hauptdiagnose MENSCH.

Und so entstand  mein Slogan „Ja zum Gefühl“.

Das Schreiben und ich

Schreiben war schon in der Kindheit eine Form der Entlastung. In meinem Tagesklinik-Aufenthalt im Sommer 2014 erwachte diese Leidenschaft wieder, wenn auch eher aus pragmatischen Gründen – ich schrieb ein Therapie-Tagebuch, um möglichst vieles festzuhalten. So entstand nach und nach auch die Idee für den Blog hier, der im Mai 2015 das Licht der Welt erblickte. Mehr dazu liest Du auf Warum der Blog?

Das Schreiben auf meinem Blog entlastet mich und hilft mir, meine Gedanken und Gefühle zu reflektieren. An einem Buch über Borderline durfte ich bereits mitwirken – „Konsequent ambivalent – 15 Frauen mit Borderline erzählen“ von Julia Straßburg, erschienen 2016 im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf. Mit anderen meines ehemaligen Ehrenamtes habe ich eine Broschüre entwickelt, in welcher wir über individuelle Selbsthilfe-Strategien schreiben. „Aus eigener Kraft – Wege der Selbsthilfe bei Depressionen und Ängsten“ kannst Du bei mir kostenfrei und gegen Portogebühr bestellen, alternativ erhältst Du es im pdf-Format als Giveaway, wenn Du meinen Newsletter abonnierst.

Weitere Veröffentlichungen, Gastbeiträge auf anderen Blogs oder in Zeitschriften und anderweitige Medienarbeit sind bzw. werden ich unter dem Reiter Veröffentlichungen genannt.

2020 veröffentlichte der Starks-Sture-Verlag mein erstes Buch „Depression – und jetzt? Wegweiser einer Erfahrungsexpertin“, in welchem ich fachliche Infos in (m)einen persönlichen Kontext setzte. Mehr dazu über folgenden Link „Mein Buch“.

Psychisch krank – und genau deswegen ein Job

Viele Jahre war ich arbeitsunfähig, arbeitslos oder war in einem Call-Center angestellt – alles nicht die pure Erfüllung. Über Selbsthilfegruppen und ehrenamtliche Engagements im psychosozialen Bereich fand ich einen Weg zu dem Beruf der zu mir passt und bei dem ich mich nicht verstecken muss. Ganz im Gegenteil – meine Krisen- und Genesungserfahrung ist eine wesentliche Ressource und Zusatzqualifikation.

Allen negativen Erwartungen zum Trotz schaffte ich es, mich in der Berufswelt zu positionieren und einen Arbeitsplatz im sozialen Bereich zu finden.

2019 absolvierte ich die Ex-In-Fortbildung und machte Weiterbildungen zum Mental-Coach, zur Resilienztrainerin und zuletzt (2021) zum Mental Health First Aid (Ersthelferin in psychischen Krisen). Mittlerweile arbeite ich haupt- wie ehrenamtlich in verschiedenen psychosozialen Projekten, gebe Workshops, halte Vorträge, bin Gast-Dozentin vor Studierenden und bin Ansprechpartnerin für Betroffene, Angehörige als auch (angehende) Multiplikator*innen im sozialen Bereich.

Ich bin so viel mehr als meine Diagnosen

Neben meinen ganzen Symptomen und Belastungen, gab und gibt es auch sehr schöne Dinge in meinem Leben. Ich bin seit 2009 mit einem sehr verständnisvollen Partner zusammen, der mich trotz all meiner Macken liebt und unterstützt. Wir beide sind die Untermieter von Frettchen, welche unsere Herzen und nach und nach unsere Wohnung erobert haben 😉 Vor den Frettchen hatten wir drei Ratten. Tiere sind für mich ein sehr wichtiger Bestandteil geworden – sie unterstützen mich und helfen mir in meinem Alltag.

Nachdem ich viele Jahre infolge der Konzentrationsprobleme kaum längere Texte lesen konnte, gelang mir das seit ca. 2015 wieder – ich mag Bücher von Betroffenen, die über ihren Umgang mit ihrer Krankheit schreiben, lese aber auch gerne mal „anti-Psycho-Bücher“, so bspw. jene von Carlos-Ruiz Zafon, den „Steppenwolf“ von Hermann Hesse, „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder und besonders das Buch „Was Sachen mit uns machen“ von Roger-Pol Droit. Das Buch von Sonja Schiff „Was ich von alten Menschen über das Leben lernte“ ist auch zu einem meiner Herzensbücher geworden. Ganz besonders mag ich auch Kurzgeschichten!

Ich fotografriere auch gerne und liebe es total, Geschenke einzupacken. Vor allem wenn sich Geburtstagskinder Geld wünschen, mag ich es total, mich nach kreativen Ideen umzuschauen, um es peppiger zu verpacken als nur in einem Briefumschlag.

Während meiner Schulzeit war ich sehr viele Jahre in der Musikschule und habe Querflöte spielen gelernt. Das habe ich seit einigen Jahren leider vernachlässigt, weil ich kein Interesse mehr daran hatte. Neben dieser besitze ich ein Keyboard und eine Gitarre – beides zu lernen steht neben dem Erlernen der Gebärdensprache noch auf meiner I-want-Liste. Musik ist für mich sehr wichtig, sie drückt auch für mich so oft das aus, wozu mir die Worte fehlen. Von Klassik bis Rock und Metall höre ich so ziemlich alles, je nachdem was meine Stimmung wünscht.

Früher habe ich gerne Theater gespielt. Nein, nicht so, wie man es jetzt noch oft machen muss, um ja nicht aufzufallen, sondern so richtig mit Bühne, Scheinwerfern und sogar Publikum. In ein anderes Leben eintauchen und vor allem mal Charakterzüge an den Tag legen, die man sonst nicht so zeigen „darf“, fand ich absolut befreiend. Ja, einmal „musste“ ich in meiner Rolle sogar mal jemanden richtig anschreien – würde ich so nie machen. Und es war total toll, kann ich Dir sagen!

Es gibt so viel mehr als meine Diagnosen, die mich ausmachen. Nicht immer kann ich auf diese Ressourcen oder anderen Teile meines Ich´s zurückgreifen – ich versuche jedoch auch, diese nicht zu vergessen und mich wenigstens daran zu erinnern. Es gab und gibt schöne Dinge in meinem Leben, auch wenn ich sie nicht immer sehe oder noch weniger spüre. Doch selbst in Krisenzeiten wusste mein Kopf weiß, dass sie da sind … und so glaubte ich daran, dass ich es irgendwann wieder einmal mehr fühlen kann … dies war meine Hoffnung, um nicht aufzugeben!

Und jetzt?

Wir schreiben das Jahr 2021 und ich lebe. So richtig – nicht nur existieren, funktionieren, sondern LEBEN. Nach ca. drei Jahren beendete ich im Januar 2019 meine ambulante tiefenpsychologische Therapie bei einer total freundlichen Therapeutin.

Seit etwa Anfang 2017 fühle ich mich genesen – damals hatte ich meine letzte ernste depressive Krise und Panikattacke. Es war auch etwa Mitte 2017, wo ich mich das letzte Mal selbst verletzt habe.

Noch nehme ich angstlösende Antidepressiva, doch ich bin dabei, auch diese auszuschleichen. Ebenfalls ein Prozess, der seine Zeit und ich meine Geduld brauche. Aber das kann ich inzwischen annehmen.

Seit Januar 2015 besuche ich Selbsthilfegruppen. Anfangs war ich total skeptisch und voller Vorurteile diesen gegenüber – aber es kann wirklich einen unterstützen, helfen und guttun.

Mittlerweile fühle ich mich genesen und zugleich begab ich mich Anfang diesen Jahres doch nochmal in eine Psychotherapie. Nicht, weil ich in einer Krise war, aus der ich allein nicht herausfand, sondern weil sich Themen auftaten, an die ich vor ein paar Jahren noch nicht ran kam.

„Die Seele lässt nur das zu, was sie auszuhalten bereit ist.“, heißt es in einem Zitat. Und bei mir kam die Zeit, dass ich bereit war, mich mit manch traumatischen Erfahrungen als auch der inneren-Kind-Arbeit auseinanderzusetzen.

All meine Diagnosen und Krisenerfahrung sind kein Manko mehr – sondern eine wichtige Zusatzqualifikation in meinem haupt- und ehrenamtlichen Tun.

Ich konnte zu mir und meinem Leben finden, konnte genesen und ich möchte, dass auch andere ihren Weg finden. Meine n Erfahrungen kann ich nicht pauschalisieren, sie können nicht 1:1 auf andere Erkrankte übertragen werden. Doch vielleicht ist hier und da eine Inspiration, ein mutmachender Gedanke oder hoffnungsschenkender Satz dabei, der andere dazu verhilft, ihren Weg weiter zu gehen.

Und irgendwann wird es soweit sein, dass wir in unserer Gesellschaft offen über psychische Erkrankungen sprechen können und dürfen. Ohne eine Maske zu tragen. Ohne sich verstecken zu müssen.

Daran glaube ich und dafür setze ich mich ein – für mehr Entstigmatisierung und Enttabuisierung.

Für mehr Hoffnung und Empathie!

Mit gefühlvollen Grüßen,

Nora Fieling

Stand: Mai 2021

33 Kommentare zu „Über mich“

  1. Ildiko Wittner

    Liebe Nora, ich bin erst vor paar Wochen auf “Dich“ gestoßen. Ich habe mich erst im August das erste mal auf Facebook und Instagram angemeldet, bin 53, wo ich von Deinem Buch erfahren habe. Die Themen Depression und Suizid waren für mich bis zum 13.Februar diesen Jahres Feemdwörtet. An diesem Tag hat sich mein 17 jähriger Sohn das Leben genommen. Und wir haben gar nicht gewusst, dass er irgendwas hat. Paar Tage später erzählte mit eine neue Arbeitskollegin, die zu mir nach Hause kam das erste mal von Depressionen und Suizidalität. Seitdem lese ich alles was ich finden kann zu diesen Themen und weiß nun mit Sicherheit, dass er schon seit 3,5 Jahren an Depressionen gelitten haben muss. Da die Kinderärztin aber nach ca. einem Jahr und mehreren Bluttests inkl. Schuilddrüsenüberprüfung nichts gefunden und diagnostizieren konnte, schickte sie mich mit einer Liste von Psychologen weg. Ohne weitere Aufklärung (außer dass es lange dauern kann, bis wir einen Termin bekommen) wie es bei einem Psychologen zugeht. Worauf man achten soll, was man fragen kann und soll, dass man mehrere ausprobieren darf usw. Ich hatte Null Erfahrung damit und sie hat mir auch nicht erklärt, was für einen Verdacht sie hat, was es auf sich haben könnte mit den psychosomatischen Kopfschmerzen. Die Psychologin bei der wir gelandet sind, schickte uns nach nur einem Besuch mit den Worten “Sie brauchen nicht wiederkommen, da ist nichts“ weg. Als Mama ist man dann froh, das da nichts ist und da ich das Wort Depression noch nie gehört hatte bzw. für mich das was war, was Erwachsene nach einer Scheidung oder Todesfall bekommen können, ordnete ich nach dieser Diagnose das Verhalten meine Sohnes als pubertäres Verhalten ein. Und Kopfschmerzen können dazugehören. Leider erzählte mir mein Sohn nie mehr. Erwähnte keine anderen Symptome etc. Er veränderte sich schleichend, wurde ruhiger, ernster, zog sich an den PC zurück oder las sehr viel. Das alles hielt ich für normale Veränderungen die mit dem Erwachsenwerden einhergehen. (ich habe noch eine älteren Sohn, der sich ähnlich verhielt, mit dem Unterschied, dass er seit dem 15 Lebensjahr zum Sport ging und dann doch außerhalb des Hauses mehr mit Freunden unternahm). Ich wünschte mir zwar, dass Felix mehr Lebensfreude hätte, was er früher hatte, aber ich wollte auch an ihm nicht rummeckern. An eine Krankheit dachte ich aber nie. Leider! Seitdem ich nun solche Blogs und Bücher von Betroffenen lese, verstehe ich diese heimtückische Krankheit immer besser und erkenne und verstehe nun alle komischen Verhaltensweisen an meinem Sohn, die ich nicht ganz einordnen konnte. Aber da er zufrieden zu sein schien, ich mir nie ernsthafte Sorgen machte. Es gab für alles irgendwie eine plausible Erklärung. Und leider riss er sich so gut zusammen, dass er nie länger als 3 Tage , oft nur einen oder zwei Tage hintereinander über diese Kopfschmerzen klagte und dann nicht zur Schule gehen wollte. Ich wollte ihm zeigen, dass ich Verständnis habe und meldete ihn immer krank, aber so ganz überzeugt war ich nicht, dass es stimmt. Jetzt erst verstehe ich, warum das alles so zäh ablief, so schwer zu fassen war. Einfach Missverständnisse weil er aus Angst, Scham oder einfach Unfähigkeit die Gefühle in Wörter zu fassen und seinem sowieso sturen Charakter mir nichts erklären konnte/wollte und ich in meiner Unwissenheit alles anders zurechtgelegt habe. Und ich war zu sehr freiheitsliebend, habe ihm die Freiheit geben wollen auch mal nicht zur Schule zu gehen (zum Arzt wollte er später nie mehr) und ich habe nicht genug gebohrt, nachgefragt sondern alles so akzeptiert wir er es mir gesagt hat. Ich wollte eben keine Helikoptermutter sein und dachte mir, jeder ist anders. Er ist halt ruhiger und introvertierter als andere, aber soll ich deshalb meckern? In der Schule war er beliebt, hatte Freunde und eben auch sehr gute Noten. Wir haben ihm aber nie Druck gemacht, den hat er sich vielleicht selbst gemacht, aber es eben auch nicht gezeigt.
    Ich erkläre das so genau hier, damit Betroffene auch die Seite der “Normalen“ mal verstehen. Es ist nicht immer der Unwille der Angehörigen/Freunde es zu verstehen, die Krankheit Depression, sonder pures Unwissen darüber. Was würde ich dafür gegeben haben, wenn mir jemand nur das Stichwort darüber gegeben hätte. So wie ich jetzt alles darüber gefunden habe, hätte ich es damals schon können . Aber solange man nicht irgendwie betroffen ist, horcht man nicht hin bzw. man sucht auch nicht danach, weil man es einfach nicht weiß. Deshalb ist Aufklärung sooooo mega wichtig. Auch durch solche Blogs, Bücher, Videos in welchen Betroffene offen darüber sprechen um die Normalen zu sensibilisieren, aufzuwecken und zu enttabuisieren. Aber auch Aufklärung an Schulen im Unterricht über seelische Gesundheit, an der Basis sozusagen, wenn man noch nicht erkrankt ist. Für Jugendliche die daran erkrankt sind, wäre es eine lebenswichtige Information schon vor zig Arztbesuchen zu erfahren, was mir ihnen los ist und zu hören, dass sie nicht alleine sind, dass die Krankheit behandelbar ist und sie nicht alleine sind. Wie wichtig DARÜBER REDEN ist.
    Auch Ärzte sollten keine Hemmungen haben darüber aufzuklären, wenn sie einen Verdacht haben und nicht einfach Liste in die Hand drücken und wegschicken. Mein Sohn würde vielleicht noch leben!
    Liebe Nora, ich finde es bewundernswert und sehr stark von Dir, wie Du Deine Krankheit bekämpfst und darauß sogar so viel Gutes und Positives erwächst. Meinen höchsten Respekt und Dank! Schön, dass es Dich gibt! Mach weiter so!

    Ildi

  2. Liebe Nora,
    ich bin gerade zufällig auf deinen Blog gestoßen und möchte dir gratulieren. Dazu dass du so offen schreibst, gibst du sicher vielen Mut die in einer ähnlichen Situation befinden. Ich möchte dich ermutigen aufzuhören dich nach dem Leben, das die „normalen“ zu haben scheinen, zu sehnen. Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht daran, dass du Krank bist. Ich glaube du bist so wie du bist, und das ist auch sehr gut so, da du mit all deinen Erlebnissen und Erfahrungen (die sicher nicht immer einfach waren) heute der Mensch bist, der du bist und der mit dieser Erfahrung ganz vielen Menschen helfen kann, ihnen Mut macht und die Welt dadurch auch ein Stückchen besser macht. Dies können viele Menschen denen irgendwer den Stempel „Gesund“ verliehen hat, nicht.
    Diese Kraft und Erfahrung hast nur Du! Und erfreulicherweise hast du auch das Talent so zu schreiben, dass du die Herzen der Menschen erreichst, das ist eine große Gabe:-) Aus eigener Erfahrung weiss ich dass die „Normalen“ Menschen auch unter sehr vielen Problemen und Ängsten leiden, die sie oftmals gut kaschiert vor anderen verbergen. Sei dir sicher, da ist auch nicht alles Gold was glänzt, bzw. da fällt mir noch ein anderer Spruch ein: Das Gras auf der anderen Seite scheint immer grüner zu sein als auf der eigenen Seite. Ich weiß das, weil ich mich in den letzten Jahren sehr mit diesem Thema beschäftigt habe, wie die Menschen wieder zu mehr Glück und Zufriedenheit in ihrem Leben finden können. Und das sind meistens Leute, die von Außen sehr „glücklich“ aussehen, es aber innerlich auch nicht sind. Dazu werde ich in Kürze auch einen Blog starten, da es mir ein Anliegen ist ihnen zu helfen, das Glück wieder erkennen zu können, welches direkt vor ihnen liegt. Ein hilfreicher Lösungsansatz dabei ist, dass wir wieder mehr im JETZT leben, anstatt in Ängsten (Vergangenheit) oder Sorgen/Wünschen (Zukunft) leben. Wenn dieser Gedanke bei dir auf Resonanz stößt dann empfehle ich dir insbesondere das Buch „Jetzt“ von Eckhart Tolle aber auch „Eine neue Erde“ ist sensationell. Er beschreibt das sehr gut und ich habe hier selber sehr viel über mich und meine Unzufriedenheits-Mechanismen gelernt und auch anwenden können.
    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg, schön dass es dich und deinen Blog gibt. Patrick

  3. Liebe Nora,
    zufällig bin ich auf deiner Seite gelandet. Deine wunderbare Art zu schreiben, macht vielen Menschen Mut, mit ihrer Krankheit offen und mit Selbstvertrauen umzugehen. Niemand ist falsch, weil er nicht in allen Punkten den Normen entspricht. Wie eintönig und leer wäre unsere Welt, wenn sie nur aus „Normalos“ ohne Ecken und Kanten und ohne Facetten ihrer Persönlichkeit bestünde.
    Ich habe oft mit den Auswirkungen meiner chronischen Erkrankung zu kämpfen, besonders jetzt, da mich meine Multiple Sklerose seit einiger Zeit in den Rollstuhl zwingt. Aber ich sehe es wie du. Ich bin nicht nur MS Patient, sondern habe so viele weitere Persönlichkeitsmerkmale, die meinen Charakter ausmachen.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.
    Anna
    http://www.mitmsdurchsleben.simplesite.com

  4. Hallo liebe Nora,

    danke für deinen Block. Damit sind die ersten negativen Gedanken zu meinem Aufnahmentermin deutlich geschrumpft.

    LG Sandra

    P.s.: Kennst du das Buch „Irre! Wir behalten die Falschen. Unser Problem sind nicht die Verrückten, unser Problem sind die Normalen.“ Kann ich nur empfehlen!

    1. Hallo Sandra,

      ja, dass Buch kenne ich und finde es auch total leseswert.

      Ich hoffe, Du hast Deinen Aufnahmetermin als auch den Aufenthalt gut überstanden!

      Alles Gute und viele liebe Grüße,
      Nora

  5. Hallo liebe Nora,
    dein Blog ist sehr „aufklärend“ für mich als Angehörige. Meine Mama macht grade zum zweiten Mal in ihrem Leben diese „Phase“ durch und ich weiß einfach nicht wie und ob ich ihr helfen kann. Ich versuche Sie jeden Tag zu ermuntern und aufzubauen, aber man kommt einfach nicht wirklich zu ihr durch. Immer wieder denke ich jetzt könnte es vielleicht aufwärts gehen und schwupps kommt wieder ein massives Tief. Jetzt ist sie in der Klinik, darüber bin ich froh, aber ich weiss einfach nicht was ich machen kann, um ihr die Zeit etwas zu erleichtern und die Angst zu nehmen. Es ist oft so schwer für mich diese „Negativ-Stimmung“ auszuhalten und die Nerven zu behalten – ich denke mir dann manchmal einfach „… jetzt reiss dich doch mal zusammen!“ – aber so einfach ist es ja leider nicht!
    Ich bin gerade zum ersten mal schwanger und würde mir eigentlich wünschen, dass Sie für mich da sein könnte.
    Liebe Grüße, Nadja

    1. Liebe Nadja,

      vielen Dank für Deine offenen Worte.

      Eine Erkrankung – und eigentlich ist es egal, ob diese psychisch oder physisch ist – ist für alle Beteiligten schwer. Wenn möglich, dann redet gemeinsam, auch darüber, was sie sich wünscht und was Du Dir wünscht. Du als Angehörige darfst ja natürlich auch Deine Grenzen haben und auf Dich achten.

      Dein Kommentar ist jetzt schon länger her – ich habe es leider nicht eher geschafft. Aber ich hoffe und wünsche, dass Du ein gesundes, munteres Kind auf die Welt bringst und auch Deine Mama ihren Weg zu sich und der Welt wiederfindet.

      Vielleicht hilft der Beitrag Dir noch etwas: https://nora-fieling.de/depression-13-tipps-wie-angehoerige-helfen-koennen/

      Alles Liebe,
      Nora

  6. Moin Nora, boah danke.
    Ich bin 35 und ich fahre auch auf dieser Achterbahn,
    Das letzte mal mit ziemlich heftigem 12 Monatigem Klinik Aufenthalt.
    Nach mehreren Umzügen, hab ich mir jetzt das erste mal, gegen die Widerstände
    einiger Ärzte (Fehltritt-galore), meine Wahlheimat ausgeguckt und hab auch wieder
    nen Tagesklinik Platz – ich hab Ärztemüdigkeit – die Wartelisten sind ellenlang und die Vokabelhefte mit Telefonterminen und Anrufprotokollen füllen sich bei immer mehr Menschen.

    Du machst mir aber Mut dass es weitergeht,
    duftes Fräulein – danke

    J.H.

    1. Hey Jan Hendrik,

      vielen Dank für Deine Zeilen und das „dufte Fräulein“ 😉

      Wie ist es Dir inzwischen ergangen? Warst Du in der Tagesklinik und hast evtl. auch nen ambulanten Therapeuten?

      Liebe Grüße & vor allem weiterhin viel Mut und Hoffnung,
      Nora

  7. Liebe Nora. Ich finde es großartig, dass du dich öffnest und über deine psychichen “Probleme“ berichtest. Du hilfst damit sehr vielen Menschen mit ähnlichen Problemen.
    Ich fühlte mich sofort verstanden. Als ich deinen Block entdeckte. Bei mir begann es als ich 12 Jahre alt war. Mit Magersucht. Mit 20 Kamen schwere Depressionen und Borderline dazu. Ich verletze mich sehr stark, hungerte und hatte mehrere Suizidversuche. Ich war in mehreren Kliniken. Und oft auf der Geschlossenen.
    Am Ende hat mich mein Schäferhund Lonny gerettet. Heute geht es mir gut. Ich arbeite wieder und spüre mich wieder. Ganz geheilt bin ich nicht. Aber ich kann besser mit mir umgehen.
    Ganz liebe Grüße Clara

  8. Hallo Nora. Ich bin gerade per Zufall auf deinen Blog gestoßen. Ich möchte dir für deine Offenheit danken. Mir kommen gerade schon wieder Tränen. Ich fühle mich oft so alleine mit meiner Erkrankung und nun zu lesen, dass es Jemandem fast genauso geht wie mir, hat mein Herz berührt und mir etwas der Einsamkeit genommen. Ich bin seit über 12 Jahren mit einem wundervollen Mann gesegnet, der treu und liebevoll an meiner Seite ist. Ich frage mich täglich, warum er dies freiwillig aushält, bin aber natürlich auch sehr dankbar, dass er da ist. Aber das zu lesen, was in mir vorgeht, von jemand Anderem geschrieben, hat mir gerade sehr gut getan.
    Ich freue mich schon, weiter auf deinem Blog zu stöbern.

    Herzliche Grüße
    Vivi

  9. Hallo Nora,

    ich bin, wie viele andere, zufällig auf deine Seite gestoßen. Sie gefällt mir gut, da ich viele beschriebenen Situationen u. Gefühle aus eigener Erfahrung kenne.

    Ich lese gerade, die Diagnose ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung wurde zwischenzeitlich revidiert.

    Ich hatte mich gefragt, wie es dir mit einer solchen Diagnose möglich ist, seid so langer Zeit eine Beziehung zu führen. Schließlich muss man ja zumindest so offen sein, auf einen anderen Menschen zuzugehen, um ihn erst einmal kennenzulernen.

    Viele Grüße
    Peter

  10. Liebe Nora,

    ich bin vor ein paar Wochen auf Deinen Blog gestoßen und habe seitdem ganz viele von Deinen wirklich tollen Artikeln gelesen – insbesondere dein Artikel „11 Dinge, die Du über Depressionen wissen sollst“ hat mich sehr berührt.

    Ich selber habe das große Glück selber nicht an Depressionen oder Borderline zu leiden, und habe gelernt, dies als großes Geschenk zu schätzen. Meine Tochter (15) – ein ganz liebenswerter und toller Mensch – leidet an schweren Depressionen und ist seit ca. 1,5 Jahren in Behandlung (erst stationär, jetzt in einer therapeutischen Wohngruppe). Seit sie in Behandlung ist, begleite und unterstütze ich sie auf ihrem Weg. Ich hatte dabei das Glück ganz liebe Menschen (Betreuer und Therapeuten) kennenlernen zu dürfen, die nicht nur meine Tochter, sondern auch mir mit viel Engagement, Verständnis zur Seite stehen.

    Manchmal reicht die Empathie der Eltern einfach nicht aus, um ein Kind zu verstehen, das so anders sein kann als man selbst. Und obwohl Depressionen so individuell und unterschiedlich sind, helfen mir Deine Artikel dabei, den Lebensumständen denen sich meine Tochter stellen muss ein Stück näher zu kommen und die Welt ein kleines bißchen durch diese anderen Augen zu sehen und zu verstehen, was sie von mir braucht und wie ich sie unterstützen kann.

    Vielen Dank, dass Du diesen Mut und diese Kraft aufbringst. Ich glaube, das ist für viele Menschen eine große Hilfe. Ich wünsche Dir viel Kraft und alles gute für Deinen weiteren Weg.

    1. Hallo Kevin. Danke, dass du für deine Tochter da bist. Das ist so wertvoll und hilfreich. Ich musste alleine durch alles durch und mir kamen eben die Tränen, als ich deinen Text gelesen haben.
      Ist wohl eine Kombi aus Schmerz der fehlenden Hilfe durch meine Eltern in meiner Kindheit und Jugend und unglaubliche Dankbarkeit, dass es da ein Mädchen gibt, dass einen helfenden Vater und damit mehr Chancen für ihr bevorstehendes Leben hat. Aus tiefstem Herzen Danke!

      1. Lieber Kevin. Das ist toll, dass du für deine Tochter da bist. Väter sind so wichtig für ihre Kinder.
        Großen Respekt.
        Liebe Grüße Clara

  11. Liebe Nora,
    es ist sehr schön, deinen Blog entdeckt zu haben und zu erkennen, dass ich nicht der Einzige bin, der sich mit solch gravierenden Lebensproblemen herumschlägt.
    Es freut mich, dass du – ähnlich wie ich – das Schreiben für dich entdeckt hast, und dass es dich ebenso entlastet!
    Schreiben über eine psychische Erkrankung ist immer schwierig. Denn nach meiner Erfahrung entziehen sich gerade Gefühle gerne einer passenden Schilderung – zumindest für Außenstehende. Aber mich hat das nicht entmutigt. Im gegenteil: es spornt mich an, nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen, um meine Erkrankung nachvollziehbar und verständlich zu machen.
    Bei dir scheint das ähnlich zu sein, und das finde ich großartig!
    Einen ganz lieben Gruß
    Eckhard

  12. Hallo Nora,
    ich stehe jetzt kurz vor meinem 49 Geburtstag in 13 Tagen.
    Wen ich zurückschaue in meinem Leben, sehe ich nur einen andauernden Kampf. Ein Kampf nur um zu überleben.
    Selber bin ich letztes Jahr in die Psychatrie gekommen.
    Ach ich weiß jetzt auch nicht mehr was ich schreiben soll. Auf alle Fälle Danke das du diese Krankheit in die Öffentlichkeit bringst.

    1. Nora Fieling

      Lieber Olaf,

      vielen Dank für Deine Zeilen.

      Du schreibst „nur einen andauernden Kampf“ – Du weißt selbst, wie anstrengend das war. Es ist somit etwas großes, was Du geleistet hast, auch wenn Du dies vermutlich derzeit nicht so sehen kannst.

      Ich wünsche Dir, dass Du bald nicht mehr nur überlebst sondern lebst. Dafür ganz viel Kraft und Hoffnung!

      Alles Liebe,
      Nora

  13. Liebe Nora,
    ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt, aber er fesselt mich schon jetzt! Nicht zuletzt, weil ich viele Parallelen zu mir selbst entdecke. Ich bin ebenfalls 31 und bekam mit 18 fast die gleichen Diagnosen wie du. Mittlerweile geht es mir gut und ich fange gerade an, das Leben zu leben, das ich mir immer gewünscht habe.
    Ich find’s großartig, wie offen du hier schreibst und wünsche dir, dass du irgendwann dein Buch schreibst!

    Alles liebe,
    Friede

    1. Nora Fieling

      Liebe Friede,

      ganz vielen Dank für Deine Zeilen und wünsche – an einem Buch arbeite ich derzeit, wenn auch in anderer Form als damals mal gedacht. Aber dieses kommt vielleicht ein andernmal.

      Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Deinen Weg und alles Gute.

      Liebe Grüße,
      Nora

  14. Hallo Nora,
    ich sitze hier lese deinen Blog und bin am Weinen,weil es einfach alles wiederspiegelt. Ich dachte immer man versteht mich nicht und ich bin allein damit und so fühle ich mich auch. Meiner Tochter und meinen Freunden gegenüber trage ich schon sehr lange eine Maske,ich weiss nur nicht wie lange ich sie noch tragen kann bis ich wieder zusammen breche,aber auch dann werde ich alleine sein wie so oft. Ich bin 49Jahre,habe 2 Suicid Versuche hinter mir,meine Tochter ist 25 und lebt ihr eigenes Leben. Ich habe seit 4Jahren die Erwerbsminderungsrente und leide auch an der Borderline-Persönlichkeitsstörung und bin seit langem wieder in einer tiefen Depression, bin vor 2Jahren nach Gütersloh gezogen weil ich dachte hier wird es besser. Aber zu früh gefreut,war schon 2mal in der LWL Klinik, was mir nicht wirklich was gebracht hat, da hab ich auch meine Freundin kennen gelernt und seit dem es ihr wieder gut geht,hab ich das Gefühl, das sie von meinen Ängsten oder Gefühlen oder einfach was mich betrifft, nichts von wissen will.
    Ich hab ihr auch schon länger nichts mehr erzählt wobei sie aber auch nicht mal fragt wie es mir geht.
    Aber nun genug rum geheult,ich hoffe das ich dich nicht damit belaste.

    Liebe Grüsse

    Tina

    1. Liebe Tina,

      tut mir sehr leid, all das von Dir zu lesen! Es ist eine sehr große Last und man meint doch, gerade von seinem PartnerIn, Familie und Freunden unterstützt zu werden. Ich möchte Dich gerne ermutigen, ein offenen Gespräch mit Deiner Freundin zu suchen. Es ist wahnsinnig schwer, doch kann es auch ein hilfreicher Schritt für Euch beide sein.

      Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Mut und auch Hoffnung!

      Alles Liebe, Nora

    2. Also, es ist nur hier auf der Seite zu sehen, die jedoch für jeden öffentlich zugänglich ist!? Ich schreib Dir gleich nochmal per Mail 😉

  15. Liebe Nora, bin jetzt schon länger fleißiger Leser deiner Facebook Seite. Habe mir gerade deine Seite „Über mich“ durchgelesen. Ich bin zwischenzeitlich 53 Jahre und bin die längste Zeit meines Lebens auch mit Depressionen und generalisierter Angst unterwegs. Es tut mir gut, wenn ich deine Beiträge lesen. Es fühlt sich so an, dass man doch nicht ganz alleine ist. Und ich bewundere deine Arbeit die du tagtäglich leistet und andere dadurch unterstützt. Danke Nora und alles Liebe Lucia

    1. Liebe Lucia (was für ein schöner Name!),

      vielen Dank für Deine Zeilen!

      Mir selbst hilft meine Seite auch sehr – eben dadurch, dass ich sehe, ich bin gar nicht so alleine, wie ich mich oftmals fühle!

      Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft, Mut und Hoffnung für Deinen weiteren Weg!

      Alles Liebe, Nora

  16. Liebe Nora,
    auch ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen. Kann mich mit sehr vielem aus deinem bisherigen Leben identifizieren.

    Persönlich durchlebe ich gerade eine sehr schwierige Phase, da ich arbeitslos bin und alleinstehend. Höre immer das wird schon wieder, etc…..aber oft verlässt mich echt die Hoffnung und der Mut weiterzumachen.

    Bin mit einer Zwillingsschwester aufgewachsen und daher kenne ich, seit ich denken kann, das ewige vergleichen. Und ich war auch von klein auf ANDERS.

    Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass ich eine Anstellung finden kann, die mir halbwegs Spaß macht. Bin 47, das kommt zum Paket noch hinzu.

    Werde Dir weiterhin folge , dein Blog ist sehr toll und habe das Gegühl, nicht alleine, SO anders zu sein.

    Alles alles Gute

    LG aus Österreich

    1. Nora Fieling

      Liebe Eli,

      vielen Dank für Deine Zeilen.

      Ja, mit einer Zwillingsschwester stelle ich mir so einen Vergleich noch schwieriger vor 🙁 Doch hoffe ich, dass Du weiter für Dich kämpfst und doch nie die Hoffnung und den Mut verlierst.

      Ich wünsche Dir alles Gute und ganz viel Kraft,
      liebe Grüße,
      Nora

  17. Hallo Nora, ich bin durch Zufall auf Deine Seite gekommen und was soll ich sagen, es ist als hätte man vieles selbst geschrieben bzw. erlebt. Was mich belastet ist die berufliche Situation ich möchte gerne eine berufliche Reha, weiß aber eigentlich nicht wer mir hilft! Es gibt bestimmt viele Vorschriften die man vorher durchlaufen muss und dass macht einem schon Angst. In meinem Kopf ist einfach alles durcheinander, alles kostet unheimlich viel Kraft. Ich bin Mutter von 5 Kindern und hab das Gefühl, nein ich kann nicht mehr. Es kommen immer mehr körperliche Symptome dazu, die ich so gut es geht überspiele. Ich funktioniere! Danke das man Dir schreiben darf, herzliche Grüße Maria

    1. Hallo Maria,

      ja, ich kann mir vorstellen, dass das ganz schön anstrengend für Dich ist! Daher ist die Frage bezügl. der beruflichen Reha, wer Dir da zur Seite stehen könnte – kommst Du aus einer größeren Stadt? Beim VDK kann man sich in solchen Fragen beraten lassen und sofern ich weiß, unterstützen die dortigen Mitarbeiter einen auch direkt beim Ausfüllen des Antrages. Ich war dort jedoch nie, meine Aussage basiert nur auf Informationen von Mitgliedern meiner Selbsthilfegruppe.

      Sofern ich weiß, kannst Du Dich auch an den Sozialpsychiatrischen Dienst Deiner Stadt wenden, die Betroffenen und deren Angehörige unterstützen. Doch auch mit dieser Einrichtung habe ich keine persönliche Erfahrung.

      Den Reha-Antrag selbst holst Du Dir direkt bei der Deutschen Rentenversicherung ab und schickst den dort ausgefüllt wieder hin. Einen Teil füllst Du natürlich aus, einen anderen Teil Dein Psychiater. Dass sind jetzt erstmal die Sachen, die auf Dich zukommen würden. An was für Vorschriften hast Du noch so gedacht?

      Hast Du einen Psychiater oder einen Psychotherapeuten, mit dem Du das mal so besprechen kannst?

      Ganz viel Kraft schickt Dir,
      Nora

    2. Hallo Maria, ich habe auch gerade eine Anfrage gestellt für Reha…. Zum Glück habe ich meinen Bruder, der bei der Rentenversicherung arbeitet… Aber ja, VDK oder Sozialverband helfen einem beim ausfüllen. Alleine hätte ich es auch nicht gepackt… ich wünsche dir die Kraft, das anzugehen und Erfolg!

      1. Nora Fieling

        Hallo Angelika,

        ich wünsche Dir als auch Maria, dass Eure Reha bewilligt wird und ihr die Hilfe und Unterstützung erfahrt, die ihr Euch wünscht!

        Alles Gute,
        Nora

  18. Liebe Nora,

    sehr mutig von dir über deine Krankheit in diesem Blog zu schreiben. Meinen Respekt!

    Ich hoffe, das du viele mit deinen Geschichten erreichst und anderen damit Mut machen kannst. Ich arbeite als psychologische Beraterin und Familiencoach und kenne die Diagnosen somit nur von aussen. In meinem beruflichen Alltag erlebe ich die Sorgen und Nöte von Betroffenen und die Unsicherheiten im Umgang damit.
    Ich freue mich, wenn ich solche Blogs lese. Das Betroffene – wie du – in die Offensive gehen und Anderen damit helfen können.

    Mit sonnigen Grüßen

    Jana

    1. Vielen Dank, Jana!

      Ich weiß nicht, ob ich anderen mit meinen Geschichten und Erlebnissen helfe, aber vielleicht fühlt sich der andere (Leser) dann weniger einsam mit seinen Problemen, wenn er sich in meinem Geschreibsel wieder erkennt. Ich für meinen Teil hätte mir das zumindest damals, als wir noch kein Internet hatten, gewünscht!

      Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und auch Freude bei Deinem verantwortungsvollen Beruf!

      Beste Grüße,
      Nora

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