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für soziale Berufe



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- Seminare und Workshops, u. a. zu mentaler Erste Hilfe & Suizidprävention
- individuelle Workshopangebote
- Key Note zu Mental Health auf Ihrer Veranstaltung
- (Social) Media Kooperationen
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für soziale Berufe
Mitgliedschaften & Kooperationen
Die Seminare von Erste Hilfe für die Psyche befähigen Menschen dazu, selbstbewusster, informierter und empathischer mit psychisch belasteten Personen umzugehen. Unser Ziel ist, dass analog zu körperlichen Erste-Hilfe-Kursen auch Erste-Hilfe-Kurse für die Psyche fester Bestandteil einer Aus- oder Weiterbildung sind.












Mein Weg zu mir und meinem Leben

… und es kam die Zeit,
in der die Depressionen und Panikattacken
in einen längeren, tiefen Schlaf verfielen
und mein ICH den Weg ins Leben fand.
in der die Depressionen und Panikattacken
in einen längeren, tiefen Schlaf verfielen
und mein ICH den Weg ins Leben fand.
Hey, ich bin Nora – Baujahr 1985 und selbstständig als Expertin aus Erfahrung (Ex-In), Resilienztrainerin und MHFA-Ersthelferin. Klingt fancy? Ist einfach nur mein Weg, meine Geschichte und wie ich aus dem ganzen Chaos etwas Sinnvolles gemacht hab. Depression, Angststörung, Trauma und suizidale Gedanken? Kenne ich nicht nur vom Hörensagen. Mit 12 überlebte ich einen Suizidversuch. Heute bin ich lebendig. Nicht nur irgendwie funktionierend – sondern wirklich am Leben.
Nicht allein und doch allein
Schon als Kind war da diese tiefe Traurigkeit, dieses „anders sein“-Gefühl, das ich nicht greifen konnte. Ich war hochsensibel, zweifelnd, oft ängstlich und hatte Gedanken, die ich keinem zeigen konnte. Als ich 19 Jahre alt war, kam das erste Mal eine Ärztin auf mein selbstverletzendes Verhalten zu sprechen – und dann war ich mitten drin: Therapie, Diagnosen (Depression, später Borderline-Persönlichkeitsstörung, Angststörung & kPTBS), Psychiatrie, Tagesklinik. Und ganz viel: Suchen. Nach Halt, nach Hilfe, nach mir selbst.
Der Moment, wo ich aufhörte, mich zu verstecken
Der Satz „Du bist nicht allein“ war zwar theoretisch tröstlich, aber praktisch fühlte ich mich genau so. Allein. Erst durchs Internet fand ich andere Betroffene. Und dann irgendwann auch den Mut, mich zu zeigen.
2015 startete ich meinen Blog. Erst als Therapie-Tagebuch, dann wurde es mehr. Ich merkte: Schreiben hilft mir. Und manchmal auch anderen. Mein erstes Buch „Depression – und jetzt?“ erschien 2020. Seitdem kamen Lesungen, Seminare, Gastbeiträge – und immer mehr das Gefühl: Ich darf da sein. Mit allem.
Berufung statt Beruf
Nach Jahren der Arbeitsunfähigkeit, erfolglosen Versuchen auf dem ersten Arbeitsmarkt und sehr viel Frust, absolvierte ich 2019 die Ex-In-Fortbildung zur Genesungsbegleiterin. Danach folgten Weiterbildungen zur Resilienztrainerin und zur Mental Health First Aider (MHFA, Ersthelferin für Menschen in Krisen). Ich arbeitete zwei Jahre hauptamtlich in der Selbsthilfe-Kontaktstelle Pankow, bevor ich mich – nach einem missglückten Jobwechsel – 2022 komplett selbstständig machte.
Selbstständig sein. Selbstwirksam sein.
Seitdem arbeite ich in der Peer-Beratung, gebe Workshops zu psychischer Gesundheit, Resilienz und Suizidprävention. Ich leite das Projekt Erste Hilfe für die Psyche, trete als Referentin auf Tagungen oder an Hochschulen auf, entwickle Materialien, schreibe Texte – und halte die Fahne für Entstigmatisierung hoch.
Was ich dabei nicht vergesse: Ich bin nicht nur meine Arbeit. Ich bin Partnerin (seit 2009), Frettchen-Mama, Theater-Enthusiastin, Bücherwurm, kreative Geschenke-Einpacker*in, Ex-Querflötistin, Musikliebhaberin mit Hang zu Rock & Klassik, und jemand, der sich für Gebärdensprache interessiert. Kurz: Ich bin Mensch. Mit allem.
Diagnose: MENSCH
Ich bin seit Anfang 2017 relativ Jahren stabil. Ja, es gab Rückfälle. Ja, ich nehme Medikamente. Ja, ich hab Baustellen. Und gleichzeitig: Ich lebe. Ich lache. Ich weine. Ich bin.
Meine letzte Krise war Sommer 2024. Kurz, intensiv, aber ich wusste diesmal: Ich hab Tools, ich hab ein Netz. Ich komm da wieder raus. Und genau darum geht’s: Nicht perfekt sein. Sondern echt.
Neben meiner Selbstständigkeit bin ich ehrenamtlich als Fachbeirätin der Berliner Fachstelle Suizidprävention aktiv. Ich war bis Anfang 2025 Teil einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Gewalterfahrung in der Kindheit. Diese habe ich jetzt erstmal verlassen, da ich seit Januar 2025 eine angeleitete Gruppe für Suizidhinterbliebene besuche. Ich bin noch immer in Prozessen. Aber ich bin auch ein Beispiel für das, was möglich ist, wenn man Menschen nicht aufgibt – vor allem sich selbst nicht.
Und jetzt?
Jetzt begleite ich andere ein Stück auf ihrem Weg. Ich teile, was mir geholfen hat. Ich erzähle meine Geschichte. Nicht als „so musst Du das auch machen“. Sondern als: Es gibt Wege. Es gibt Hoffnung. Es gibt DICH.
Und ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der wir unsere Masken ablegen können. In der psychische Erkrankungen so selbstverständlich thematisiert werden wie ein gebrochener Arm. In der Mitfühlen wichtiger ist als Funktionieren.
Dafür gehe ich los. Jeden Tag. Und vielleicht ja auch ein Stück gemeinsam mit Dir.
Mit gefühlvollen Grüßen, Nora