10 Fakten über Suizidalität, die Du wissen sollst

Suizidalität

Heute, am 10.09., ist der Welttag der Suizidprävention. Der gesamte September gilt als der Monat zur Suizidprävention und das ist wichtig, um vermehrt auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Suizid ist eine der häufigsten Todesursachen weltweit, und doch wissen viele Menschen wenig darüber, wie sie sich selbst oder anderen helfen können, die an Suizidgedanken leiden. Nachfolgend daher 10 Fakten, die jeder Mensch über Suizidalität wissen sollte.

10 Fakten über Suizidalität zu Suizidalität

 

1. Suizidalität ist keine Schwäche oder Schande, sondern ein Zeichen von psychischem Leid. Menschen, die an Suizidgedanken leiden, brauchen Verständnis, Mitgefühl und professionelle Unterstützung.

2. Suizidalität kann jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status. Es gibt jedoch bestimmte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, wie z.B. psychische Erkrankungen, soziale Isolation oder auch besondere Risikogruppen, wie beispielsweise ältere Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund oder aus der LGBTQ-Szene.

3. Suizidalität ist nicht immer offensichtlich. Viele Menschen verstecken ihre Gefühle aus Scham, Angst oder Hoffnungslosigkeit. Neben verbalen Andeutungen gibt es oftmals auch non-verbale Andeutungen, die sich in Verhaltensweisen wie z.B. Rückzug und Interessenverlust zeigen.

4. Suizidalität ist nicht statisch. Die Intensität und Häufigkeit von Suizidgedanken kann sich je nach Situation und Stimmung ändern. Manche Menschen haben nur kurzfristige oder impulsive Suizidgedanken, andere haben langfristige oder chronische Suizidgedanken.

5. Suizidalität ist nicht ansteckend. Das Gespräch über Suizid erhöht nicht das Risiko, sondern kann im Gegenteil eine Erleichterung und eine Chance zur Hilfe sein. Es ist wichtig, offen und ehrlich zu kommunizieren und zuzuhören, ohne zu urteilen oder zu kritisieren.

6. Suizidalität ist nicht das Ende. Menschen, die einen Suizidversuch überleben, haben oft gemischte Gefühle: Erleichterung, Schuld, Scham oder Angst. Sie brauchen weiterhin Unterstützung und Begleitung, um sich von ihren Verletzungen zu erholen und ihre Probleme anzugehen. Zugleich bedeutet eine suizidale Phase nicht das Ende, da es immer Hoffnung auf Besserung gibt.

7. Ein Suizid erfolgt seltens isoliert. Menschen, die von einem Suizid eines anderen betroffen sind, ob als Angehörige, Freunde oder Bekannte, leiden oft unter Trauer, Wut, Schuld oder Verwirrung. Sie brauchen ebenfalls Unterstützung und Verständnis, um ihren Verlust zu verarbeiten und weiterzuleben.

8. Auch in suizidalen Krisen gibt es Hilfe. Es gibt viele Hilfsangebote und Ressourcen für Menschen in suizidalen Krisen oder für Menschen, die jemanden in einer solchen Situation kennen. Es ist wichtig, diese Angebote zu nutzen und sich nicht zu scheuen, Hilfe zu suchen oder anzubieten. Eine Übersicht von möglichen Krisenanlaufstellen, online und offline habe ich hier zusammengestellt: Krisenanlaufstellen

9. Suizidalität ist nicht das letzte Wort. Jeder Mensch hat einen Wert und eine Würde, die unabhängig von seinen Umständen sind. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf Hoffnung. Jeder Mensch kann einen Beitrag leisten und einen Unterschied machen.

10. Suizidprävention ist möglich. Die meisten Menschen, die an Suizidgedanken leiden, wollen nicht wirklich sterben, sondern ihrem Leid entkommen. Es gibt immer Alternativen und Möglichkeiten zur Veränderung. Suizidprävention ist möglich und wirksam.

Suizidalität ist ein ernstes und komplexes Thema, das uns alle angeht. Gewiss kann das gesamte Thema hier nicht in einem kleinen Blog-Beitrag abgehandelt werden. Aber es ist wichtig, darüber zu sprechen und vor allem zu wissen, dass wir auch scheinbar sehr „entschlossenen“ Menschen helfen können. Denn Reden rettet Leben.

Lass uns gemeinsam daran arbeiten, das Schweigen zu brechen und das Leben zu schützen.

Wenn Du mehr Fakten über Suizidalität bzw. Suizidprävention lernen möchtest und auch, wie Du bei Menschen mit Suizidgedanken Erste Hilfe leisten kannst, dann besuche gerne mein Seminar zur Suizidprävention.

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Und nun?

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Mitgliedschaften & Kooperationen

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention ist seit 1972 die übergreifende Fachgesellschaft für Einrichtungen und Personen, die sich in Forschung, Lehre oder Praxis mit Suizidprävention befassen.

Die Deutsche Depressionsliga ist eine bundesweit aktive Patient:innen-vertretung. Sie ist eine reine Betroffenenorganisation, deren Mitglieder entweder selbst erkrankt sind oder aber sie sind Angehörige von Betroffenen.

Die Gründer:innen von Freunde fürs Leben sowie viele der (ehrenamtlich) Beteiligten haben selbst geliebte Menschen durch Suizid verloren. Ich selbst kenne Suizidgedanken von mir früher als auch Menschen, die dadurch verstorben sind.

Die Seminare von Seelische Erste Hilfe Leisten befähigen Menschen dazu, selbstbewusster, informierter und empathischer mit seelisch belasteten Personen umzugehen. Unser Ziel ist, dass analog zu körperlichen Erste-Hilfe-Kursen auch seelische Erste-Hilfe-Kurse fester Bestandteil einer Aus- oder Weiterbildung sind.

Gemeinsam gegen Depression ist eine Aufklärungskampagne von Janssen. Unterstützer:innen der Initiative und die Teilnehmenden des Aufrufs „Zeig Gesicht“ berichten über ihre ganz persönlichen Geschichten und teilen ihre Erfahrungen mit Depressionen.

Die Folgen von Stigmatisierung und Diskriminierung sind für Betroffene und Angehörige allgegenwärtig. Mutmachleute bewirken ein Umdenken in der Gesellschaft, denn psychisch kranke Menschen haben keine Lobby! Wir geben ihnen eine Stimme, damit sie heraustreten können aus ihrem Schattendasein.

Erfahrungen & Bewertungen zu Nora Fieling

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