Grenzenloses Verständnis vs. verständliche Grenzen …

Kann ich als Mensch mit der Erfahrung einer psychischen Erkrankung für alle anderen Menschen mit solchen Beschwerden Verständnis haben? Muss und sollte ich das vielleicht sogar? Oder darf ich im Verständnis zeigen auch Grenzen haben?

Grenzenloses Verständnis oder verständliche Grenzen?


Wie wichtig sind meine eigenen Belastungsgrenzen? Für mich, für andere?

Was passiert mit diesen, wenn der Wunsch nach Verständnis von anderen oder auch von mir selbst, überschritten werden?

Ist das Verständnis haben in jedem Fall wichtiger als die eigenen Belastungsgrenzen?

Kann man dies überhaupt in wichtiger und nicht wichtiger unterteilen?

Wer darf diese Unterteilung vornehmen?

 

Was ist, wenn die Einhaltung meiner persönlichen Grenzen dem anderen schaden?

Was ist, wenn das Aufbringen von Verständnis mir selbst schadet?

Gibt es eine Lösung ohne Schaden?

 

Ist jede Einhaltung meiner persönlichen Grenzen automatisch eine Form von Verständnislosigkeit gegenüber der anderen Person?

Sollte ich mich vielleichte „einfach mal zusammenreißen“, um Verständnis zu zeigen und zu haben?

Geht es den anderen immer besser und ist es immer richtig, wenn man anderen grenzenloses Verständnis entgegenbringt?

Wer darf diese Frage beantworten?

 

Gibt es überhaupt grenzenloses Verständnis?

Ist dies gut? Ist dies richtig?

Wer vermag über gut und richtig zu beurteilen?

 

Wenn wir uns Eigenverantwortung und Selbstfürsorge wünschen – bei den anderen wie bei uns selbst – wie kann das mit dem Wunsch nach Verständnis und auch persönlichen Grenzen konform gehen?

Ist Selbstschutz bzw. die Beachtung der eigenen Gefühle, Selbstfürsorge oder Verständnislosigkeit?

Ist Verständnislosigkeit, das Ziehen von Grenzen, eine Form der Selbstfürsorge?

 

Wenn es jetzt heißt „sowas muss man von Fall zu Fall abwägen“ – wie macht man das?

Wo zieht man hier eine Grenze?

Wer darf oder muss diese Grenze ziehen?

 

Ist ein „Ja“ zu mir immer ein „Nein“ zu den anderen?

Ist ein „Nein“ zum anderen immer eine Form von Verständnislosigkeit?

Darf Verständnislosigkeit auf Verständnis setzen?

 

Erwarte ich zu viel, wenn ich mir grenzenloses Verständnis wünsche?

Erwarte ich zu viel, wenn ich Verständnis für meine persönlichen Grenzen wünsche?

 

Kann und darf Verständnis Grenzen haben oder brauchen wir Menschen mit grenzenlosem Verständnis?

Gibt es dazu eine wahre Antwort?

Kann es im Konflikt von Grenzen und Verständnis eine Lösung geben?

Was ist Deine Erfahrung und/oder Deine Meinung zu diesem Thema?

Beitragsbild: Julygrafie

2 Kommentare zu „Grenzenloses Verständnis vs. verständliche Grenzen …“

  1. Liebe Nora,
    das sind eine Menge Fragen, die du dir stellst. Ich persönlich finde, dass beides möglich ist. Selbst wenn du deine eigenen Grenzen beachtest und aktiv einforderst, kannst du doch auch noch Verständnis für dein Gegenüber aufbringen. Wir sind alle keine Maschinen sondern Menschen. Und wenn du für dich bemerkst, dass du an eine Grenze stößt, dann ist es sehr verantwortungsvoll, die Person an eine andere Fachkraft zu verweisen. Für euch beide!
    Grüße von Annie

    1. Nora Fieling

      Liebe Annie,

      vielen Dank für Deine Zeilen. Nun, die Person an die ich hier dachte, befindet sich bereits in fachlichen Händen. Grenzen können jedoch unabhängig davon auftreten, wenn es eine Freundschaft betrifft und da unterschiedliche Erwartungen/Wünsche und Grenzen in einem Gegensatz stehen.

      Viele Grüße,
      Nora

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